24 Stunden von Le Mans
Hype um Le Mans

Beim Langstreckenklassiker "24 Stunden von Le Mans" will Toyota erstmals mit dem Hypercar siegen.
Bild: Toyota
- Michael Zeitler
Auf dem Papier ist Toyota wie in den letzten drei Jahren wieder klarer Favorit bei den 24 Stunden von Le Mans. Die Japaner gewannen mit dem neuen Hypercar GR010 Hybrid (3,5-l-V8-Turbo-Hybrid) die ersten drei Saisonrennen der Sportwagen-WM.
Aber Teamchef Pascal Vasselon (58) weiß: „Statistisch betrachtet hast du mit einem neuen Auto immer mehr Defekte.“ Die Japaner sind gewarnt: In den ersten Rennen traten Probleme an Elektrik, Motor und Bremse bei Toyota auf. Und: Die Belastung bei einem 24-Stunden-Rennen wie beim Klassiker in Le Mans ist nochmal um einiges höher.

Alpine hat gar kein Hypercar gebaut, sondern sich den ausrangierten Rebellion-LMP1 aus dem Vorjahr gekauft.
Bild: FIA WEC
Und vor allem: Der Tank von Alpine verfügt nur über 75 Liter, der von Toyota über 90 – ein klarer Reichweitennachteil für die Franzosen. Kaum besser sieht es für Glickenhaus aus, das US-Kultteam, das sein Le-Mans-Debüt gibt: Erst beim zweiten Rennen wurde das Hypercar 007 LMH (3,5-Liter-V8-Turbo, 707 PS) fertig, erst beim dritten Lauf kam das zweite Auto zum Einsatz. Kein Fahrzeug kam ohne Probleme über die Runden. Erst 2022 mit Peugeot und ab 2023 mit Ferrari, Porsche, Audi, Acura und BMW bekommt Toyota für Le Mans also so richtig Konkurrenz.
Doch eine Sensation ist nicht ausgeschlossen: Schon 2016 kam ein LMP2-Prototyp aus der zweiten Klasse fast zum Gesamtsieg, 2021 ist das noch realistischer. Die Hypercars sind langsamer als die früheren LMP1-Fahrzeuge. Der Rückstand der LMP2 ist da- her viel geringer – obwohl diese 30 Kilo (auf 950 kg) zuladen mussten und der 4,2-Liter-V8-Sauger um 64 PS (auf 536 PS) gedrosselt wurde. Mit 25 Autos ist die LMP2 die am stärksten besetzte Klasse.
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