24h Daytona: Porsche mit vier 963
Nachtschwärmer in Daytona

Porsche kämpft mit vier Autos um den Sieg bei den 24 Stunden von Daytona – dem ersten Klassiker 2024
Bild: Porsche
- Michael Zeitler
14 Jahre nach Mike Rockenfeller könnte es 2024 wieder einen deutschen Gesamtsieger bei den 24 Stunden von Daytona geben – dem Langstreckenklassiker in Florida, dem Le Mans Amerikas. Denn bei der 62. Ausgabe des Rennens im Speed-Tempel mit zwei um 31 Grad überhöhten Steilkurven ist in der Topklasse mit dem dreimaligen DTM-Champion René Rast (BMW) ein deutscher Fahrer gemeldet.
An der Autofront ist die deutsche Beteiligung noch größer: Porsche und BMW stellen sechs der zehn LMDh-Prototypen. Porsche allein setzt vier Autos ein – zwei mit dem Penske-Werksteam, einen mit dem US-Team JDC Miller, einen mit dem deutschen Kundenteam Proton.
Hinter dem Rennstall steckt Christian Ried (44), ein Unternehmer, der als einziger Fahrer bei bisher allen Rennen der Sportwagen-WM am Start war, Ende 2023 seinen Helm aber an den Nagel gehängt hat. Auch um sich voll auf den Einsatz der Porsche 963 (4,6-l-V8-Biturbo) zu fokussieren.

Porsche kämpft mit vier Autos um den Sieg bei den 24 Stunden von Daytona.
Bild: Porsche
Porsche und seine Kundenteams – das ist eine Erfolgsgeschichte. Die meisten der 18 Daytona-Gesamtsiege (damit hält Porsche den Rekord) kamen durch Kundenteams zustande – Brumos, Joest, das Ex-Formel-1-Team Interscope. „Ich verstehe auch nicht, wieso die anderen Hersteller nicht auch auf Kundenautos setzen“, wundert sich Porsches Motorsportchef Thomas Laudenbach.
Denn: In Daytona kann alles passieren. Das Rennen ist durch viele Gelbphasen in der Regel bis zum Schluss offen. Hier vier Autos im Rennen zu haben, ist ein Vorteil. Im Vorjahr waren Cadillac und Acura schneller. Aber: Sieger Meyer Shank Racing hat mit dem Reifendruck getrickst, Acura hat sich daher vom Rennstall getrennt.
Um Acura und Cadillac die Stirn zu bieten, hat Porsche den 963 ein Update verpasst. „Nur mechanische Teile, Setup, Software. Denn mehr dürfen wir laut Reglement auch nicht“, verrät Laudenbach.
Verbesserung braucht auch BMW. Der Münchner Hersteller war 2023 der langsamste der vier Autobauer. Wie bei Porsche gab es Probleme mit dem 68 PS starken Einheits-Hybridelement (Systemleistung: ca. 680 PS), dazu mit der Fahrbarkeit des Autos.
60 Autos sind gemeldet, die meisten in der GT3-Klasse, wo Ford zum 60. Geburtstag des Mustang mit einem Mustang GT3 zurückkehrt. Drei Deutsche sitzen am Steuer, eben Mike Rockenfeller (40), Dirk Müller (48) und Christopher Mies (34). Einen Porsche 911 GT3 pilotiert Laurin Heinrich (22).
TV-Tipp 24h Daytona 2024
Das Rennen ist am Samstag, 27. 1., ab 18 Uhr in voller Länge zu sehen, live auf imsa.com/tvlive
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