24h Le Mans 2025: Boxenbesuch bei Mick Schumacher
Exklusiv in Mick Schumachers Le Mans-Garage

Bild: Alexander Warneke / AUTO BILD
Ein paar Stunden vor dem Start der 24 Stunden von Le Mans – die Stimmung rund um die Alpine‑Box: ruhig, fokussiert, angespannt. Kein wildes Treiben, keine Hektik. Eher ein kontrolliertes Innehalten vor dem Sturm. Und genau in dieser Atmosphäre dürfen wir das Werksteam von Alpine hautnah erleben und uns die Alpine A424 von Mick Schumacher aus nächster Nähe anschauen.
Ein Teammitglied führt uns durch die Box. "Jeder Mechaniker hat seinen eigenen Verantwortungsbereich", sagt er, während wir von hinten auf die zwei eingesetzten Hypercars blicken. Motorabdeckung und Heckpartie fehlen, die hochkomplexe Technik des 3,4-Liter-V6-Rurbo-Hybrids der A424 liegt entblößt vor uns. Unzählige Leitungen, Sensoren, Kabel. Alles hat seinen Platz. "Wie in der Formel 1 haben wir einen Soft-, Medium- und Hardreifen", erklärt er.

Mick Schumacher mit Teamkollege Jules Gounon (v.r.) bei der traditionellen Fahrerparade von Le Mans
Bild: Alexander Warneke / AUTO BILD
Mit seiner Hand deutet unser Guide auf einen Abschnitt, der mit seinen unzähligen Computern und Bildschirmen an eine kleine Raumschiffzentrale ähnelt. "Hier überblicken unsere Ingenieure sämtliche Daten und werten sie aus".
Mick Schumacher kurz in der Box – und schnell wieder weg
Als wir die Box wieder verlassen, betritt Schumacher selbst kurz die Szenerie. Er blickt rüber, lächelt dezent – fast scheu – und ist im nächsten Moment im engen, labyrinthartigen Gang verschwunden.
Im Gespräch mit AUTO BILD lobt Teamchef Philippe Sinault die Entwicklung seines deutschen Schützlings: "Mick ist mit dem Team gemeinsam gewachsen. Wir haben das Auto verbessert, sodass er das Limit besser ausreizen kann." Besonders beeindruckt zeigt sich Sinault von Schumachers Lernwille: "Er fragt nach jedem kleinen Detail, will alles genau verstehen."
Das Rennen: fehlende Pace, mehrere Strafen
Das Rennen läuft dennoch nicht nach Plan. Nach dem frühen Aus 2024 kann Schumi jr. mit seinen Teamkollegen Jules Gounon und Frédéric Makowiecki dieses Mal zwar die kompletten 24 Stunden absolvieren. Für einen Podestplatz reicht die Pace am Ende aber nicht.

Der Alpine mit der Nummer 36 von Mick Schumacher landete am Ende auf dem zehnten Rang
Bild: DPPI / Alpine Racing
Schumacher manövriert seine Alpine mit der Nummer 36 auf Platz elf liegend über die Ziellinie. Durch die nachträgliche Disqualifikation des Ferrari #50 rutscht er noch einen Rang vor.
Alpine kann dennoch auf eine bisher erfolgreiche Saison in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) blicken. In Imola und Spa-Francorchamps springt für das Schumacher-Auto jeweils ein dritter Platz raus. In der Gesamtwertung liegt das Trio auf Rang neun.
Am 13. Juli geht es mit dem 6-Stunden-Rennen von Sao Paulo weiter. Dort sammelte Schumacher letztes Jahr seine ersten Sportwagen-Punkte. Wenn das mal kein positives Vorzeichen ist ...
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