24h Le Mans: Peugeot nur auf 16 und 19
Peugeot noch mit großer Zurückhaltung

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Qualifying zu den 24h Le Mans: Enttäuschung für Peugeot.
Bild: Stellantis
Das Qualifying der beiden Peugeot 9X8 für die 92. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans endete ernüchternd: Jean-Eric Vergne (Nr. 93) und Stoffel Vandoorne (Nr.94) starten am kommenden Samstag von den Plätzen 16 und 19 in die berüchtigte Langstreckenschlacht.
Aber vielleicht waren vordere Startplätze gar nicht das ausschlaggebende Ziel der brüllenden Löwen: Um sich auf das Rennen vorzubereiten, absolvierten die beiden französischen Hypercars mehrere Stints mit den gleichen Reifen wie im freien Training.
Dabei sah es in der einstündigen Qualifikationssitzung anfangs gar nicht schlecht für Peugeot aus. Doch letztlich setzte sich die Konkurrenz in einer hochspannenden Session durch: Dem BMW mit dem Belgier Dries Vanthoor am Steuer gelang die schnellste Rundenzeit – und dies zur Überraschung aller im BMW-Camp: „Glück gehört eben auch dazu“, betonte BMW-Sportchef Andreas Roos, „und Vanthoor hatte das Glück eine absolut freie Runde erwischt zu haben.“
Bei 62 Autos auf der 13,6 Kilometer langen Strecke keine Selbstverständlichkeit. „Und seine zweite Runde wäre noch schneller gewesen“, erläuterte Roos – doch dann sorgte ein Ausrutscher von Kamui Kobayashi im Nr. 8-Toyota zweieinhalb Minuten vor Qualifying für den Abbruch der Sitzung.

BMW qualifiziert sich mit Bestzeit für die Hyperpole.
Bild: BMW
Zurück zu Peugeot: Auf Medium-Reifen fuhr Jean-Eric Vergne eine Zeit von 3min26,545s und Stoffel Vandoorne 3min26,195s zu Beginn der Session. Allerdings konnten sie sich mit den weichen Reifen nicht verbessern. Die beiden Peugeot-Fahrer zogen daraufhin einen weiteren frischen Reifensatz auf um ihre Zeiten in der Schlussphase der Sitzung zu verbessern. Doch dann verdarb zwei Minuten vor Schluss die rote Flagge den Schlussspurt.
"Das Feld der Hypercars liegt extrem eng beieinander“, führte Jean-Marc Finot, Motorsport-Chef der Stellantis-Gruppe aus: „Zwischen dem Rang eins und Rang zwölf 1. und dem 12. liegt nur eine Sekunde! Natürlich wären wir lieber unter den ersten acht gewesen, um an der Hyperpole teilnehmen zu können. Aber das schien nur schwer zu erreichen, zumal unsere letzten Läufe durch Verkehr und die rote Flagge unter- und abgebrochen wurden. Dennoch konnten wir heute einige Fortschritte mit dem Auto erzielen. Jetzt richten wir unsere Aufmerksamkeit auf das Rennen. Wir glauben, dass Zuverlässigkeit und die Fähigkeit, mit unvorhergesehenen Ereignissen umzugehen, die entscheidenden Faktoren sein werden und bedeutender sind als der reine Speed.“

Das Qualifying der beiden Peugeot 9X8 für die 92. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans endete ernüchternd.
Bild: Stellantis
Auch Jean-Eric Vergne, im 9X8 mit der Nummer 93 zeigte sich sehr enttäuscht: "Wir waren in der heutigen Session einfach nicht schnell genug. Dennoch war das Auto gut zu fahren, und ich hatte den Eindruck, dass mir eine gute Runde gelungen ist. Aber das Rennen dauert sehr lange, zudem ist Regen vorhergesagt. Daher hat die Position in der Startaufstellung nur wenig Einfluss auf den Rennausgang am Sonntagnachmittag."
Und Stoffel Vandoorne im Nr. 94- 9X8 ergänzte: „Es war heute sehr schwierig. Uns fehlte die Pace, um eine Chance auf die Hyperpole zu haben. Wir fuhren unsere schnellsten Zeiten zu Beginn der Session und hatten danach keine Gelegenheit mehr, uns zu verbessern. Durch den Verkehr und die rote Flagge konnten wir dann am Ende der Session unsere frischen Reifen nicht mehr optimal nutzen."
Autoren: ABMS / G. Coltello
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