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24h Nürburgring: Fabian Vettel

So lief die Premiere des Vettel-Bruders

Starker Auftritt von Sebastian Vettels Bruder Fabian beim 24h-Rennen am Nürburgring. ABMS hat den 20-Jährigen genau beobachtet. So lief seine Premiere.
Mit einem breiten Grinsen im Gesicht läuft Fabian Vettel (20) durch die Boxengasse am Nürburgring. Nur wenige Minuten zuvor hat der Bruder von Formel-1-Pilot Sebastian Vettel (31) sein erstes 24-Stunden-Rennen auf der legendären Nordschleife beendet – das härteste Autorennen der Welt. "Das war ein Mega-Erlebnis", strahlt Vettel. "Ich werde das Rennen niemals vergessen."
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Gemeinsam mit seinen Teamkollegen Philipp Ellis, Jules Szymkowiak und Luca Ludwig war Vettel im Mercedes-AMG GT3 (V8-Saugmotor, ca. 500 PS) von GetSpeed Performance am Start. "Drei von uns vier Fahrern sind zuvor noch nie ein 24h-Rennen gefahren", sagt Vettel im Gespräch mit AUTO BILD MOTORSPORT. "Daher sind wir mit ganz kleinen Erwartungen an dieses Wochenende herangegangen.”
Im hart umkämpften Zeittraining konnte sich das Team Startposition 14 qualifizieren. "Das war schon ein toller Erfolg", freut sich Vettel. Für den ehrgeizigen Rennfahrer aber nicht genug. "Als es am Samstagabend in die Nacht hinein ging, haben wir gemerkt, dass sogar wir um den ersten Platz in der ProAm-Wertung kämpfen können", schmunzelt der 20-Jährige. "Darauf haben wir unseren Fokus gelegt."
Die anstrengende Nacht lief besser als gedacht. "Alle Fahrer und auch das Team haben einen fehlerfreien Job gemacht", sagt Vettel stolz. Am Sonntagvormittag sorgte ein Plattfuß allerdings dafür, dass ein zusätzlicher Boxenstopp eingelegt werden musste. "Ansonsten hatten wir aber keinerlei Schäden", resümiert Vettel. "Wir sind wirklich bodenständig an dieses Rennen herangegangen und wollten einfach nur zu Ende fahren."

ABMS-Reporter Sönke Brederlow mit Fabian Vettel (rechts).

Im Gegensatz zur Konkurrenz, die mit aller Gewalt um den Gesamtsieg fahren wollte. Und das härteste Autorennen der Welt schlug gnadenlos zu. Vettel: "Am Ende wurde es wirklich chaotisch, da ist die Hölle abgegangen.” Viele Autos sind anschließend ausgeschieden. “Da haben wir gemerkt, dass die Top-Ten tatsächlich möglich sind", verrät der Youngster.
Eigentlich wäre das Team am Ende sogar auf der fünften Position ins Ziel gekommen, doch eine Zeitstrafe warf das Quartett auf die siebte Position zurück. "Ich soll in einer Code-60-Phase zu schnell gewesen sein", sagt Vettel kritisch. "Ob das gerechtfertigt ist oder nicht, sei dahingestellt." Platz fünf wäre für den 24h-Neuling "geil gewesen, aber diese beiden Plätze machen auch keinen Unterschied. Ich bin einfach froh, dass ich bei meinem ersten 24h-Rennen ins Ziel gekommen bin.” 
“Wir haben das erreicht, was wir uns vorgenommen haben", sagt Vettel. “Viele haben von uns nicht erwartet, dass wir überhaupt ins Ziel kommen, aber die konnten wir vom Gegenteil überzeugen. Das ist mir eigentlich noch mehr wert als das Top-Ten-Ergebnis, das wir eingefahren haben.”
Auch Papa Norbert, der Fabian Vettel während des ganzen Wochenendes an der Seite stand, ist zufrieden. "Das ist ein toller Erfolg", freut er sich gegenüber AUTO BILD MOTORSPORT und vergaß dabei ganz, dass sein anderer Sohn zur gleichen Zeit in der Formel 1 am Start war. "Ja, ich habe zum ersten Mal ein Rennen verpasst, das war eine ungünstige Überschneidung.”
Ob es im kommenden Jahr sogar zum Gesamtsieg beim 24h-Rennen reicht? Vettel lacht: "Dafür fehlt mir sicherlich noch die Erfahrung. Außerdem muss man mehr Risiko eingehen. Entweder es klappt. Oder eben nicht.”

24h Nürburgring: Eine Runde auf der Nordschleife mit Fabian Vettel

Autor: Sönke Brederlow

Fotos: ABMS / Picture-Alliance

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