25 Jahre TechArt: Jubiläum
Party-Power

TechArt hat 2012 Grund zu feiern: Seit 25 Jahren macht der Porsche-Veredler den Traditions-Sportwagen Beine. Wir gratulieren und zeigen zum Jubiläum drei Meilensteine der Firmengeschichte.
- Ben Arnold
Oft erwächst erst aus schweren Krisen wahrhaft Großes. Das musste auch TechArt Anfang des 21. Jahrhunderts am eigenen Leib erfahren. Miese Porsche-Verkaufszahlen drückten auch aufs Geschäft des Porsche-Tuners. Das Zugpferd der Marke, der 911er dümpelte durch den Modellwechsels von 996 auf 997 vor sich hin, mit dem Boxster war noch nie Staat zu machen. Für TechArt eine schwierige, weil ungewohnte Sitution. Seit der Gründung im Jahre 1987 war es bis dato immer steil bergauf gegangen. Getunte Porsche galten lange als sichere Bank und versprachen gute Geschäfte.
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Techart Cayenne auf der Nardo Highspeed Rennstrecke Italien
Gezielt auf Erfolg hingearbeitet

Magnum I und II fahren auf 295/30 R 22 – nur der dritte Bruder lebt auf größerem Fuß mit seinen 315/35 R 23.
Bild: Lena Barthelmeß
Herkunft klar erkennbar
Magnum I macht immer noch einen ansehnlichen Eindruck. Seine dralle Form lässt ihn auf Anhieb sympathisch wirken. Relativ dezent sieht er in seiner schwarzen Verpackung aus. Das grellweiße Fahrzeug, das wir in AUTO BILD 5/2005 im Test hatten, machte mehr her, wozu seine Dachbox samt goldener "Dubai Ski Club"- Beschriftung gehörig beitrug. Nummer II sieht eckiger, ernsthafter aus – eine gereifte Variante des juvenilen Magnum I. Der dritte seiner Art orientiert sich klar an den Vorgängern: klassisches Rad, voluminöser Grill, geschwungener Breitbau ohne zu viel Firlefanz. Tritt aber trotzdem einen Tick markanter auf, glänzt mit noch mehr physischer Präsenz.
Hier verrucht, da stilvoll
Der Inneneinrichtung misst TechArt nicht weniger Bedeutung bei als der Außenhaut: Ausgefallene und top verarbeitete Interieurs sind seit jeher eine TechArt-Spezialität. Der Urvater haut diesbezüglich mächtig auf den Putz: Rot verleiht dem Cockpit eine verruchte Clubatmosphäre. Nummer II hält sich zurück: Dessen gedeckte Farben kommen mit 54.000 Euro am teuersten. Woher diese Summe rührt? Die Möbel- und Lederspezialisten der Schweizer Edelmanufaktur De Sede zeichnen für das stimmungsvolle Ambiente verantwortlich. 2011 ist Bescheidenheit angesagt: Der Neue begnügt sich mit Serienleder, das mit weißem Garn neu vernäht wurde. Der überschaubare Aufwand zeigt große Wirkung – und kommt mit 16.150 Euro vergleichsweise günstig.
Ein Renner mit 680 PS

Auf den Charakter ihrer Besitzer lassen diese drei Autos keine Rückschlüsse zu – aber auf ihre Vermögensverhältnisse.
Bild: Lena Barthelmeß
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