500 Millionen für Elektromobilität
Elektro-Entwicklungshilfe

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Deutschland will sich einen weltweiten Spitzenplatz in Sachen Elektromobilität sichern. Das lässt sich der Bund einiges kosten: Insgesamt 500 Millionen Euro sind im Konjunkturpaket II bis 2011 dafür veranschlagt.
Eine Million Elektroautos und Plug-in-Hybriden sollen im Jahr 2020 über Deutschlands Straßen rollen. Nicht nur nach dem Willen der Bundesregierung möglichst viele davon aus deutscher Produktion. Keine Fantasie, sondern ein politisches Ziel. Zur Verwirklichung hat der Bund in seinem am Mittwoch, 25. März 2009, im Bundestag verabschiedeten Konjunkturpaket II insgesamt 500 Millionen Euro für den Bereich Elektromobilität vorgesehen. Eine Allianz aus Politik, Industrie und Wissenschaft soll Deutschland darin zum Leitmarkt machen. Doch die Konkurrenz schläft nicht: So will US-Präsident Barack Obama sogar 150 Milliarden Dollar in saubere Energietechnologien investieren und mit einem Kredit über 25 Milliarden Dollar Hersteller und Zulieferer bei der Produktion von kraftstoffsparenden Fahrzeugen unterstützen.
115 Millionen für Förderprogramm "Modellregionen Elektromobilität"
Insgesamt fünf Ministerien profitieren von dem auf zehn Jahre ausgelegten Entwicklungsplan Elektromobilität: das Verkehrs-, das Forschungs-, das Wirtschafts-, das Umwelt- und das Landwirtschaftsministerium. Inzwischen sind konkrete Maßnahmen zur Umsetzung des Planes bekannt: So stellt beispielsweise das Verkehrsministerium 115 Millionen Euro für ein Förderprogramm "Modellregionen Elektromobilität" zur Verfügung. In ausgewählten Regionen sollen Elektro-Pkw und -Motorräder, Diesel-Hybrid-Lastwagen oder Stadtbusse mit Batteriespeicher getestet werden. Fünf Millionen Euro stehen zur Erprobung von Elektrofahrrädern bereit. In den noch zu bestimmenden Pilotregionen würden öffentliche Ladestationen aufgebaut werden, kündigte Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) in der "Saarbrücker Zeitung" an.
Forschungsministerium fördert Entwicklung von Batterien

Bild: Lichtblick/Achim Melde
Standort Kamenz soll profitieren
Ein besonders geförderter Standort soll Kamenz in Sachsen werden. Dort arbeiten Daimler und die Evonik-Tochter Li-Tec an einer Produktionstechnologie für Lithium-Ionen-Akkus, die möglichst 2011 in Serie produziert werden sollen. Das Forschungsministerium plant zudem die Einrichtung eines Kompetenznetzwerkes Systemforschung Elektromobilität sowie den Aufbau von Kompetenzzentren in der Elektrochemie an ausgewählten Hochschulen. Beide Maßnahmen sollen mit je 30 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II unterstützt werden.
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