Audi, Mercedes, VW: haltbare Gebrauchtwagen

A3, SLK, Golf Plus, 911, CR-V: Gebrauchte, die was taugen

Diese fünf Gebrauchten sind top

Wer nach einem Gebrauchten sucht, will in der Regel ein zuverlässiges Auto finden. Unser Tipp: Diese fünf Kandidaten sollten eine sichere Bank sein.
Ein guter Gebrauchtwagen ist einer, der zuverlässig läuft und lange hält. Wo findet man also einen problemfreien Traumwagen aus zweiter oder dritter Hand? Unter den Mittelklasse-Limousinen deutscher Premiumhersteller? Oder doch ganz woanders? AUTO BILD hat fünf Autos rausgesucht, die bei der zweiten TÜV-Prüfung (also nach vier bzw. fünf Jahren) die besten Noten bekommen. Gebrauchtwagen-Tipps.

Mercedes SLK: Roadster mit Langzeitqualität

Der Mercedes SLK punktet mit seinem problemlos funktionierenden Dach und seiner Langzeitqualität.

Der Mercedes SLK ist ein feiner Dynamiker mit Stil, Komfort und Frischluftgarantie. 22 Sekunden braucht der Roadster für das Öffnen seines Blechklappdachs. Ein Schauspiel, das dem Fahrer immer wieder zahlreiche Zuschauer garantiert! Doch der SLK hat auch noch andere Vorzüge. Der TÜV vergibt Bestnoten in den Prüfkapiteln Rostschutz, Fahrwerk, Abgasanlage und Elektronik. Sogar das komplex aufgebaute Dach hält durch. Bei vielen anderen Herstellern ist die Konstruktion ein klassischer Problemherd. Die Bremsleitungen sollten von Zeit zu Zeit einer Sichtprüfung unterzogen werden, sie gammeln gerne. Nach Kompromissen verlangt nur der Innenraum des Stuttgarters. Die Materialanmutung geht eher als mittelmäßig durch. Dafür geht nur selten etwas kaputt.

Mercedes SLK 200

Audi A3: Gefällt mit Nutzwert und Solidität

Software-Updates haben die frühen Probleme des A3 8V beheben können. Der Audi ist nicht billig, aber gut.

Der Audi A3 trägt die Technik des VW Golf 7 unterm Blech, ist aber edler und teurer. Die Wahrscheinlichkeit, die Hauptuntersuchung ohne großen Ärger zu überstehen, fährt serienmäßig mit. Die Mängelquote liegt deutlich unter dem Durchschnitt, der Ingolstädter weiß mit Qualität zu überzeugen. Sämtliche Bauteile der Generation 8V wirken sorgfältig ausgewählt und präzise eingepasst. Die Klarheit und Leichtigkeit des Audi, was die Handhabung angeht, sucht in der Kompaktklasse ihresgleichen. Neben dem Sportback (Bild) bietet Audi den dreitürigen Kompakten, eine Limousine und ein Cabrio an. Es gibt Benziner, Diesel, den Plug-in-Hybriden e-tron und die Erdgasvariante g-tron. Letztere führt mit der Note eins das AUTO BILD-Dauertestranking an. S-tronic-Varianten mit Doppelkupplungsgetriebe zeigen Fehler an, außerdem neigen sie zum Ruckeln. Doch das beheben verschiedene Software-Updates. Wer die Wahl hat, sollte vom optionalen Magnetic-Ride-Fahrwerk Abstand nehmen.

Audi A3 1.2 TFSI

Honda CR-V: Softie-SUV mit starkem Diesel und viel Platz

Die Verarbeitung des Honda CR-V könnte besser sein. Ansonsten trüben nur kleine Details das gute Bild.

Der Honda CR-V legt die Latte beim TÜV hoch. Bis ins hohe Alter hält das Fahrwerk dem Gewicht Stand. Modern und geglättet kommt der seit 2012 angebotene Typ RE6 daher, die Proportionen sind stattlich, der 1,6-Liter-Diesel mit bis zu 160 PS ebenso laufruhig wie sparsam. Das Raumgefühl ist erstklassig. Ein harter Kraxler ist der Japaner darüber hinaus nicht. Das mag den einen oder anderen Förster oder Almwirt vom Kauf abhalten, freut aber alle, die ein komfortables Straßenauto suchen, in dem sie hoch sitzen können. Die Benziner bekommen Punktabzug für ihren Durst. Zehn Liter Kraftstoff brauchen sie meist. Etwas besser könnte zudem die Verarbeitung sein. Es knarzt oder knistert immer von irgendwo her. Außerdem stellen die Parksensoren in der Heckschürze manchmal ihren Dienst ein.

Honda CR-V 1.6i DTEC

Porsche 911: Musterschüler beim TÜV

Wenn der Porsche 911 artgerecht bewegt wird, steigt der Verschleiß. Schwächen leistet er sich nicht.

Für das hervorragende Abschneiden des Porsche 911 ist sowohl die exzellente Qualität der Baugruppen als auch die vorbildliche Wartungsmentalität der Besitzer verantwortlich. 2011 kam die Baureihe 991 auf den Markt. Ihr gelingt der Spagat zwischen Leistung, Komfort und Fahrspaß, zwischen Alltag und Sport. Die Technik ist über jeden Zweifel erhaben, der Porsche 991 gewann die Sportwagen-Kategorie im TÜV-Report 2019 genauso wie die Klassen der drei- und fünfjährigen Gebrauchten. Darüber hinaus ist er das beste Auto im TÜV-Report. Die elektronische Servolenkung hat einen entscheidenden Anteil am Fahrverhalten des 991. Sie gibt die Steuerbefehle des Fahrers perfekt an die Vorderachse weiter und ist für einen unerwartet sauberen Geradeauslauf verantwortlich. Ärger machen höchstens Verschleißteile wie Bremsen, Reifen und die Kupplung. Klar, mancher 911 wird eher sportlich bewegt.

VW Golf Plus: Viel mehr als nur ein Seniorenmobil

Die Motoren des VW Golf Plus brauchen rechtzeitig Pflege. Ansonsten zeigt er sich relativ problemfrei.

Auch ein penibel scheckheftgepflegter VW Golf Plus ist eine Empfehlung. Der Wolfsburger Kompakte bietet mehr Platz als sein normaler Bruder und eine höhere Flexibilität im Innenraum. Die aufrechter angeordneten Sitze schaffen zusätzliche Beinfreiheit, ESP und sechs Airbags sind Serie. Der Golf Plus eignet sich auch erfreulich gut als Reiseauto. Er kann jede Menge Gepäck mitnehmen und ganz entspannt Kilometer fressen. Die seit 2006 erhältlichen TSI-Triebwerke sind grundsätzlich zu empfehlen, weil sich die Sauger für Gewicht und Stirnfläche des Golf Plus zu müde anfühlen. Mit Ausnahme des 1.4 TSI! Der nervt mit gelängten und reißenden Steuerketten. Bis Baujahr 2005 kann es beim Zweiliter-TDI zu Rissen im Zylinderkopf kommen. Angesichts kommender Fahrverbote kommen die Diesel aber sowieso nur für eine überschaubare Zahl an potenziellen Kunden infrage.

VW Golf Plus 1.2 TSI

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