Abt AS1 gegen MS Design Fiesta GT: Vergleich
Die Jungen Wilden

Auf Ihrer Wunschliste steht ein Kompakter mit sportiven Leistungswerten? Mit dem Abt AS1 und dem MS Design Fiesta GT stellt AUTO BILD SPORTSCARS zwei äußerst reizvolle Rivalen vor.
- Björn Marek
Zugegeben, eigentlich führten Strömungen innerhalb der Malerei der späten 1970er-Jahre zur Formulierung "Junge Wilde". Doch auch auf die beiden hier präsentierten automobilen Kontrahenten passt der Begriff nur allzu gut. Beide Modelle richten sich (auch) an die jüngere Käufergruppe, sie begeistern dank Tunereingriff mit jugendlich-sportivem Design – und last but not least können Audi A1 und Ford Fiesta auch ganz schön wild sein, dem Leistungs-Update seitens Abt und MS Design sei Dank. Als technische Basis diente beiden Veredlern die jeweils erhältliche Topmotorisierung: Im Falle des getunten A1 ist es der 1,4-Liter- TFSI-Vierzylinder mit ausgangs 122 PS, im Falle des Fiesta GT der 1,6 Liter große Ti-VCT-Vierzylinder mit 120 PS. Nach der Abt-Frischzellenkur leistet der Audi 150 PS, MS Design dopt den Ford auf 140 Pferdchen (Leistungssteigerung noch im Prototypenstadium, Serienversion folgt).
Übersicht: Alle News und Tests zum Audi A1

Bild: Lena Barthelmeß
Das Doppelkupplungsgetriebe Stronic im Audi arbeitet vorbildlich und hält den Vierzylinder bei Laune. Die aufpreispflichtigen Schaltwippen am Lenkrad kann man nutzen, braucht sie aber nicht wirklich zum sportlichen Fahren.
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Bild: Lena Barthelmeß
In allen Geschwindigkeitsbereichen überzeugen beide Kontrahenten mit einem präzisen Lenkverhalten, wobei der Fiesta- Fahrer mehr Rückmeldung von der Straße erhält. Auch fühlt sich der Ford insgesamt handlicher an als der AS1. Dafür unterbindet das weicher federnde Fahrwerk Karosseriebewegungen nicht so gelungen wie die deutlich straffere Federung des Abt, die agilere Kurvenmanöver ermöglicht und den AS1 so als Sieger aus dem Kapitel Querdynamik hervorgehen lässt. Unkomfortabel ist der Audi aber bei Weitem nicht. Auch neigt keines der beiden Fahrzeuge trotz Tieferlegung zum Achspoltern auf Querfugen. Die Bremse ist in beiden Testwagen gut dosierbar, das Pedalgefühl ebenfalls gut. Das ABS regelt im Grenzbereich im AS1 feiner als im Fiesta GT, der Kaltbremsweg des Kölners ist trotz hinterer Trommeln mit 36,3 Metern im Vergleich zu 33,6 Metern des Ingolstädters völlig im Rahmen.
Der MS Design Fiesta brüllt jugendlich frech

Bild: Lena Barthelmeß
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