ADAC GT Masters
Das neue Audi-Erfolgsduo

Mit Konstanz und Speed zum Titel: Christopher Mies und Ricardo Feller sind die Champions in der deutschen GT Meisterschaft.
Bild: Gruppe C Photography
Erstmals ging es im ADAC GT Masters, der von Fans oft gern Liga der Supersportwagen genannten Serie, auch um den Titel Deutscher GT-Meister. Den sicherten sich in einem spannenden Saisonfinale der 32-jährige Düsseldorfer Christopher Mies und sein junger Schweizer Cockpit-Kollege Ricardo Feller (21) in einem Audi R8 LMS des Teams Land Motorsport aus dem rheinland-pfälzischen Örtchen Niederdreisbach.
Für Christian Land kein überraschender Erfolg. Der Team-Manager ist voll des Lobes über seine Fahrer: „Miesi ist seit 2016 bei uns. Er ist erfahren und menschlich ein toller Typ. Chris passt einfach perfekt zu uns und ist wie ein Familienmitglied. Da, wo Land fährt, muss auch Christopher sein, sonst fehlt irgendwas.
Ricardo ist ein sehr sympathischer Kerl, er war in diesem Jahr noch stärker als 2019 in seiner ersten Saison mit uns. Er ist unbedarft, lustig und setzt sich selbst in keiner Weise unter Druck. Für ihn ist die Familie genauso wichtig wie für uns, deshalb passen wir auch so gut zusammen.“
2019 teilte sich das Duo erstmals das Cockpit eines Land-Audis: „Da sind sie zusammen einige Rennen in den USA gefahren und wir haben sofort gesehen, dass sie sehr gut zusammenpassen. Uns war also klar, dass wir eine Fahrerpaarung haben, mit der wir die Meisterschaft gewinnen können“, sagt Land.

Ricardo Feller (l.) und Christopher Mies bejubeln ihren Gesamtsieg im ADAC GT Masters
Bild: Gruppe C Photography
Es folgten weitere Podestplätze auf dem Sachsenring und in Hockenheim, ehe sie im ersten Rennen des Finales auf dem Nürburgring den dritten Saisonerfolg einfuhren. Erneut von der Pole-Position aus, für die übrigens immer Feller verantwortlich zeichnete. Im letzten Saisonrennen machten sie dann mit Platz zehn den Titel klar. Einen Nuller leistete sich das Duo dagegen nur einmal, im zweiten Zandvoort-Rennen.
„Unsere Siege waren natürlich sehr wichtig“, erklärt Mies das Erfolgsgeheimnis, „Aber auch, dass wir mal einen fünften oder sechsten Platz mitgenommen haben. Denn Punkte sind das A und O im ADAC GT Masters.“ Partner Feller ergänzt: „Chris und ich sind eine starke Kombi. Zudem hatten wir eine Mannschaft, die uns über die Saison hinweg ein super Auto hingestellt hat.“

Die Mannschaft von Land-Motorsport gewann neben der Fahrer- auch die Teamwertung der Serie
Bild: Gruppe C Photography
Mies kam 2016 zu Land-Motorsport und fuhr für den Rennstall zusammen mit Connor De Phillippi auf Anhieb zum Titel im ADAC GT Masters. Der Mannschaft ist Mies seitdem treu geblieben. Der 32-jährige überzeugte jedoch nicht nur bei Sprintrennen. Zu seinen Erfolgen gehören auch Langstreckenerfolge bei den 24 Stunden auf dem Nürburgring oder den 12 Stunden von Bathurst.
Teamkollege Feller kam über den Kartsport und nach einem Jahr in der ADAC Formel 4 2016 in das ADAC GT Masters. Mit 16 Jahren war er der bis dahin jüngste Pilot in der Geschichte der Rennserie. Seitdem zeigte der Schweizer eine steile Lernkurve und entwickelte sich zu einem der vielversprechendsten jungen Piloten im GT3-Sport. 2019 holte Feller seinen ersten Sieg im ADAC GT Masters.
Nach einem Gastspiel bei einem anderen Team kehrte er 2021 zu den Niederdreisbachern zurück. Und das hat sich gelohnt – neben dem Fahrertitel holte sich der Schweizer auch Platz eins in der Pirelli-Junior-Wertung für Nachwuchsfahrer. Zudem gewann er in diesem Jahr auch den Titel im Silver Cup der europäischen GT World Challenge Endurance (früher Blancpain GT Series), einer europaweit fahrenden GT3-Rennserie.
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