Der zweite Elektro-Meister des Jahres steht fest! Erst Nyck de Vries (Mercedes) in der Formel E, jetzt Laurent Pellier (26) im ADAC Opel e-Rally Cup…
Schon beim drittletzten Saisonlauf im Rahmen der ADAC Rallye Wartburg hat sich der Franzose gemeinsam mit seiner Beifahrerin Marine Pelamourgues zum ersten Champion eines elektrischen Markencups weltweit gekrönt.
Weil er sich auch die jeweils fünf Bonuspunkte für den Gewinn der Power Stage und die meisten WP-Bestzeiten sicherte und damit die Maximalpunktzahl von 200 Zählern auf dem Konto hat, kann Pellier in den letzten beiden Wertungsläufen bei der ADAC 3-Städte Rallye und der AvD-Sachsen-Rallye nicht mehr eingeholt werden.
„Ein fantastisches Gefühl, der erste Champion eines elektrischen Rallye-Cups zu sein“, freut sich Pellier. „Ich wusste, dass ich den Titel hier klarmachen kann, also habe ich schon ein bisschen mehr Druck gespürt.“
Dabei musste der Pilot aus dem Saintéloc Junior Team bei der ADAC Wartburg Rallye das Strompedal durchaus weit runtertreten. Vor allem der Niederländer Timo van der Marel setzte den Dominator mächtig unter Druck und hätte sich am Ende nur um 1,8 Sekunden geschlagen geben müssen. Wären da nicht die zehn Strafsekunden gewesen, die sich der 32-jährige für das nicht korrekte Passieren einer Schikane in WP3 eingehandelt hatte. Dennoch belegte van der Marel gemeinsam mit seiner Gattin Rebecca am Ende den zweiten Rang.
Laurent Pellier mit seiner Beifahrerin Marine Pelamourgues
Auch Pellier weiß, dass die Luft im Cup immer dünner wird: „Zu Beginn hatten wir einen Vorteil. Die anderen haben uns wohl als diejenigen gesehen, die es zu schlagen gilt, und vielleicht hier und da zu sehr attackiert. Mein Stil ist es, das Auto rollen zu lassen, eher sanft und nicht zu aggressiv zu fahren. Mit der Zeit haben die anderen ihren Stil adaptiert. Und vermutlich ist dies nun der Grund, warum es im Cup enger und enger zugeht."
Den letzten Podestplatz bei der Asphalt-Hatz am Fuße der Wartburg in Eisenach sicherten sich die Österreicher Luca Waldherr/Claudia Maier im Corsa-e Rally von Opel Austria vor Max Reiter/Lina Meter vom AvD Junior Team.
Eine starke Vorstellung boten auch die für den ADAC Hessen-Thüringen startenden Alexander Kattenbach/Ann Felke auf Rang fünf.
Der Star der Serie ist aber zweifellos Laurent Pellier. „Von der ersten Veranstaltung an hat Laurent dem ADAC Opel e-Rally Cup seinen Stempel aufgedrückt“, lobt Opel-Motorsportchef Jörg Schrott. „Sehr bemerkenswert ist auch der Umstand, dass wir auf unseren Daten erkennen können, dass er nicht nur meistens der Schnellste ist, sondern dabei auch von allen Teilnehmern am wenigsten Energie verbraucht. Das zeigt, wie effizient Pellier unterwegs ist.“
Schrott erklärt, wie der Franzose das macht. „Er lässt den Corsa-e Rally laufen, fährt sauber und rund. Und das ist bei einem Fahrzeug, das eben nur 136 PS leistet, genau das richtige Rezept."
Der sechste Lauf zum ADAC Opel e-Rally Cup findet am 15./16. Oktober im Rahmen der ADAC 3-Städte Rallye rund um Freyung statt. Die Traditionsveranstaltung in Niederbayern zählt zur Deutschen und Österreichischen Rallye-Meisterschaft.

Punktestand ADAC Opel e-Rally Cup nach 5 von 7 Läufen:

1. Pellier, 200 Punkte (Meister)
2. Waldherr und Reiter, je 114
4. Van der Marel 102
5. Kattenbach 85
6. Wabnitz 72
7. Munster 55
8. Baur 50
9. Thiele 37
10. Lemke 34

Von

Bianca Garloff