ADAC Werkstatt-Test 2012: Reaktionen
A.T.U will Schwachstellen abstellen

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Nach dem schlechten Abschneiden im neuen ADAC Werkstatt-Test geloben Bosch und A.T.U Besserung. Es gab aber auch Kritik an der ADAC-Testmethode.
(dpa/cj) Sie waren die Verlierer des ADAC Werkstatt-Tests 2012. Jetzt haben A.T.U und Bosch reagiert und Selbstkritik geübt – aber auch auf eigene Stärken verwiesen. "Wir nehmen die Ergebnisse des ADAC Werkstatt-Tests sehr ernst und werden uns intensiv mit den Bewertungen der einzelnen Filialen auseinandersetzen", sagte A.T.U.-Geschäftsführer Manfred Ries. "Es gilt, die Abläufe und Prozesse weiter zu überprüfen, um mögliche Schwachstellen noch besser zu erkennen und letztlich abzustellen." Der Test zeige aber auch, dass 72 Prozent der getesteten A.T.U-Filialen die Noten "sehr gut" oder "gut" in der Kategorie Technik erhalten hätten, unterstrich Ries.
Mehr Infos: ADAC Werkstatt-Test 2012

Bosch ließ 2011 nach eigenen Angaben 485 Car-Service-Betriebe zur Qualitätssicherung anonym von einem Dienstleister testen.
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Allerdings gab es auch Kritik an der Erhebung des ADAC. Nach Angaben der Deutschen Automobil Treuhand GmbH (DAT) gab es 2011 in Deutschland rund 38.000 Werkstätten. Diese absolvierten jährlich mehr als 75 Millionen Service- und Wartungsaufträge, sagt der Sprecher des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), Ulrich Köster. Ein Test mit 75 Betrieben könne da nur Stichprobencharakter haben. Der Präsident des Bundesverbands freier KFZ-Mehrmarkenwerkstätten, Manfred Kaufhold, sagte: "Dieser ADAC-Test hinkt an allen Ecken und Enden. Die freien Werkstätten sind wirklich gut und das Ergebnis täuscht.“ Freie Werkstätten, die weder einer Kette noch einem Werkstattsystem angehören, wurden vom ADAC nicht untersucht.
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Der ADAC sieht den Test selbst als Stichprobe, aber: "Man kann schon sehen, wo der Trend liegt", sagt der Leiter der Fahrzeugtechnik in Landsberg, Markus Sippl. Sein Unternehmen hatte für den Test 75 Mitglieder mit ihren Autos zum Service in Werkstätten geschickt. Davor wurden die Wagen mit fünf profanen Mängeln präpariert. Die Arbeitsleistung wurde mit 60 Punkten, der Service mit maximal 40 Punkten bewertet. Von den 75 getesteten Reparaturbetrieben fielen fast zehn Prozent durch, sieben freie Werkstätten bekamen ein mangelhaft und genügten damit nicht den Anforderungen.
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