Alfa Romeo Brera 2.4 JTDM 20V
Tempo mit Diesel

Ein Diesel-Kraftwerk in einem Sportcoupé. Auf den ersten Blick ein Widerspruch. Auf den zweiten eine ganz prickelnde Mischung, denn es gibt kaum ein formschöneres Coupé auf dem Markt.
- Dieter Rebmann
Irgendwie gehen uns die letzten Klischees verloren: Da nähern wir uns einem sechsäugigen Coupé, das sich hinreißend auf die Straße duckt. Winden uns auf den in der Höhe etwas knapp bemessenen Sitzplatz, drücken Schlüssel sowie Startknopf und hören – Taxigrummeln. Erster Gedanke: Mist, ein Diesel nun auch in so einem herrlichen Sportcoupé. Zweiter Gedanke: Wow, was für ein Wurf. Der noch vom 156 stammende Fünfzylinder wuchert schon bei 2000 Umdrehungen mit 400 Newtonmeter. Kein Wunder, wenn die 235er-Reifen dabei um ihr Profil bangen müssen. Denn die Kraft geht auf die Vorderräder. Bei Nässe bekommt die Antriebs-Schlupfregelung ordentlich zu tun. Kurz nach dem Kaltstart wandelt sich das hörbare Nageln in leises Rasseln, und wenn nach 8,5 Sekunden die Tachonadel auf 100 zeigt, fragt niemand mehr nach dem Verbrennungs-Prinzip. Dann hat der Fahrer aber auch gut zu tun, der wackelige Geradeauslauf lässt sich mit der Lenkung jedoch leicht korrigieren.

Bild: Werk
Fazit
Alfas kauft man mit dem Bauch, einen Brera erst recht. Denn es gibt kaum ein formschöneres Coupé auf dem Markt. Motormäßig lässt sich sparen: Der 185-PS-Benziner ist fast 4000 Euro billiger, bietet aber denselben Fahrspaß.
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