Alkohol und Drogen am Steuer
Strafen für Verstöße in vielen Urlaubsländern drastischer als bei uns

Wem bei einer Verkehrskontrolle Alkohol- oder Drogenkonsum nachgewiesen wird, muss mit drastischen Strafen rechnen – in manchen Ländern droht sogar eine Haftstrafe!
Bild: Frank Stange
Mit dem Auto zu verreisen, ist für viele Urlauber noch immer erste Wahl. Und wenn es doch per Zug oder Flieger in den Urlaub geht, wird oft vor Ort ein Auto gemietet.
Und wenn der Urlaub noch so berauschend ist, auch hier sollte es selbstverständlich sein, bei Autofahrten auf Alkohol und Drogen zu verzichten. Die Strafen für Verstöße sind in vielen Urlaubsländer sehr viel drastischer als in Deutschland. Und selbst hierzulande drohen Konsequenzen. So kann einem nach dem Urlaub unter Umständen die Anordnung einer MPU ins Haus flattern.
Lebenslanges Fahrverbot
In Europa sind die Regelungen in Tschechien, Ungarn, Rumänien und der Slowakei am strengsten. Hier gilt eine 0,0-Promillegrenze. In vielen anderen europäischen Ländern wie Italien, Frankreich, Österreich und der Schweiz liegt die Promillegrenze bei 0,5.
In Estland drohen bei Verstößen horrende Bußgelder schon nach kleineren Mengen Alkohol. In Island kann sogar ein lebenslanges Fahrverbot die Folge sein. Da sich die Strafverfolgungsbehörden in der EU mittlerweile austauschen, können auch in anderen europäischen Ländern ausgesprochene Strafen in Deutschland vollstreckt werden.
Gefängnisstrafen und Führerscheinentzug drohen
Ähnlich verhält es sich bei nachgewiesenem Drogenkonsum am Steuer. Während man in Österreich mit einer Geldbuße von 800 bis 3700 Euro rechnen muss, werden in Italien schon mal bis zu 6000 Euro fällig. Darüber hinaus drohen Führerscheinentzug und eine Gefängnisstrafe. Sind hier Halter und Fahrer dieselbe Person, wird das Fahrzeug zudem einbehalten.
Geldstrafen bei Alkohol am Steuer im Ausland
Promillegrenze | Geldbuße | |
|---|---|---|
Dänemark | 0,5 | bis 1 Netto-Monatsverdienst |
Finnland | 0,5 | ab 15 Tagessätze |
Großbrit. | 0,8 (Schottl. 0,5) | unbegrenzt |
Österreich | 0,5 | bis 5.900 € |
Polen | 0,2 | bis 1.200 € |
Schweiz | 0,5 | ab 600 € |
Norwegen | 0,2 | ab 570 € |
Italien | 0,5 | ab 545 € |
Spanien | 0,5 | ab 500 € |
Kroatien | 0,5 | ab 390 € |
Frankreich | 0,5 | ab 135 € |
Gefängnisstrafen und Führerscheinentzug drohen auch in Frankreich und Spanien. Die Geldstrafen betragen in Frankreich bis zu 4500 Euro – im Falle eines Unfalls sogar bis zu 75.000 Euro. In Spanien sind Strafen von bis zu zwölf Monatsgehältern üblich.
Sich mal eben einen Joint reinziehen und dann mit dem Auto zurück ins Hotel, das ist selbst in den vermeintlich liberalen Niederlanden verboten. Schon bei winzigen drei Mikrogramm THC im Blut sind 850 Euro Geldbuße und ein halbes Jahr Führerscheinentzug die Konsequenz.
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