Von wegen Schnee von gestern … Wie rutschig es trotz Klimawandels auf unseren Straßen sein kann, haben die ersten Wochen des Jahres gezeigt. Dank elektronischer Fahrhilfen kommen moderne Hinterrad- und Fronttriebler auf guten Ganzjahres- oder Winterreifen eher selten ins Schleudern.
Aber, mal ehrlich: Viel cooler ist es doch, mit Allrad und bester Traktion durch den Schnee zu pflügen. Dazu das gute Gefühl, Vortrieb zu haben, wo andere nicht mehr weiterkommen, etwa im Schlamm oder bei losem Untergrund am Berg.

Allrad-Boom bei Neuzulassungen

In den vergangenen Jahren ist der Anteil der Allradler an den Neuzulassungen deutlich gestiegen. 2010 lag er noch bei 11,0 Prozent, 2015 schon bei 16,8 und 2025 dann bei 24,1 Prozent. Ein Grund dafür dürfte das Anwachsen des SUV-Segments sein.
Fast jeder vierte Neuwagen wird heute mit Allradantrieb verkauft, auf dem Fahrzeugportal mobile.de sind es in einer Stichprobe von Anfang Januar 17,2 Prozent.
Bild: Toyota
Während die kleinen Vertreter dieser Fahrzeugklasse oft ausschließlich mit Frontantrieb zu haben sind, gibt es in der SUV-Mittelklasse 4x4 üblicherweise als Option. Faustregel: Je größer und stärker das SUV, desto häufiger ist Allrad an Bord.

Allrad lohnt sich – vor allem für Zugkraft und Alltag

Wer die Wahl hat und ein vielseitiges Vehikel sucht, zum Beispiel als Zugfahrzeug, sollte der Allradvariante den Vorzug geben. SUV sind ohnehin konzeptbedingt ineffizient (Aerodynamik, Gewicht), da kann man sich auch zwei zusätzlich angetriebene Räder gönnen. Autofahrer, die Wert auf Dynamik und Raumökonomie legen, werden einem Allradkombi den Vorzug geben. Hier haben Audi, BMW, Mercedes und Volvo talentierte Modelle am Start, die auf dem Gebrauchtmarkt ihre Fans haben.
Nicht zu unterschätzen: Der Allradantrieb bei E-Autos mit einem Elektromotor pro Achse oder gar pro Rad – hier ergeben sich völlig neue Möglichkeiten der Regelung.