Alpine A110S im Test

Alpine A110S: Test, Motor, Preis

Die Alpine für Sportler

Mehr Temperament, mehr Talent: Die Alpine A110S liefert 292 PS – und tolle Kurvenakrobatik. Ein Test auf der Rennstrecke.
Einmal mit alles. Und mit scharf! So lautet nicht unbedingt der korrekte Bestellcode für die neue Alpine A110S. Wohl aber der treffende. Wesentliche Zutaten dafür: 40 PS mehr, Karosserie ein paar Millimeter tiefer, Federn und Dämpfer um 50 Prozent straffer, die Stabis um 100 Prozent steifer und die Reifen rundum einen Zentimeter breiter. Außerdem neu und für alle Versionen: das Carbondach für 2380 Euro – spart nur 1,9 Kilo, allerdings an der richtigen Stelle.

Für die Passagiere bleibt die Alpine A110S bekömmlich

Komfortabel genug: Das deutlich gestraffte Fahrwerk hat immer noch viel Federweg und spricht fein an.

Die erste Fahrt über holprig-kurvige portugiesische Landstraßen beruhigt: Das Fahrwerk ist zwar spürbar straffer, spricht aber immer noch fein an und verfügt über genügend Federweg, sodass das Auto auch auf groben Verwerfungen alle Räder am Boden hält. Die deutlich geringeren Karosseriebewegungen bringen zudem mildere Lastwechselreaktionen und präziseres Handling – bei kaum schlechterem Komfort. Bei unverändert 320 Nm Drehmoment zeigt der 1,8-Liter-Turbo ab 5000 Touren deutlich mehr Punch als die 252-PS-Version. Das PS-Plus wird durch eine Anhebung des Ladedrucks um 0,4 auf 1,5 Bar sowie der Nenndrehzahl um 400 auf 6400 Touren erreicht. Also ab auf die Rennstrecke. Beim vollen Anbremsen vor dem ersten Rechtsknick hätte sich die Basis-Alpine bereits zünftig quergestellt – die A110S bleibt dagegen stabil in der Spur.

Gebrauchtwagensuche: Alpine A110

Auf der Rennstrecke kann die Alpine ernst und spaßig sein

Auf der Rennstrecke fühlt sich die Alpine wohl. Sie kann im Drift aber auch sehr präzise bewegt werden.

Erst beim Dreh an der schön leichtgängigen, direkt übersetzten Lenkung offenbart sie ihre typische Agilität, dreht sich wunderbar ein und hebelt sich übersteuernd über den Curb ums Eck. Es folgen zwei 180-Grad-Kehren, die sich dank des geringen Gewichts wirklich spääät anbremsen lassen. Wieder lenkt die Alpine ohne Untersteuern ein und möchte nur zu gern kräftig übersteuernd raus. Nach wie vor kann die Alpine beides: übermütiges Rumdriften und ernsthaftes Linienfeilen – sowie alles dazwischen. Insgesamt neun schnelle Runden drehen wir, jeweils drei am Stück. Die Stahlbremse steckt das völlig ungerührt weg – kein Wunder bei nur gut 1100 Kilo Leergewicht. Auch die Michelin Sport 4 überraschen uns mit ihrem Grip und ihrer Standfestigkeit positiv. Kritik? Eigentlich nur, dass die feststehenden Schaltpaddel nicht weit genug nach unten reichen und am Lenkrad deutlich besser aufgehoben wären. Nur so wegen "mit alles".
Das Fazit: S macht glücklich. Das straffe Fahrwerk der A110S beruhigt das Handling: geringere Aufbaubewegungen, softere Lastwechselreaktionen, mehr Linie als Drift. Und 292 PS sind natürlich auch längsdynamisch ein echter Fortschritt. AUTO BILD-Testnote: 2+
Technische Daten Alpine A110S • Motor: Vierzylinder, Turbo, Mitte hinten, quer • Hubraum: 1798 cm³ • Leistung: 215 kW (292 PS) bei 6400/min • max. Drehmoment: 320 Nm bei 2000/min • Antrieb: Hinterrad, Siebengang-Doppelkupplung • Länge/Breite/Höhe: 4180/1798/1248 mm • Leergewicht: 1114 kg (DIN) • Kofferraum: 96 l vorne/100 l hinten • 0–100 km/h: 4,4 s • Vmax: 260 km/h • Verbrauch: 6,5 l Super plus • Abgas CO2: 146 g/km • Preis ab 66.000 Euro.

Alpine A110S im Test


Autor:

Stichworte:

Sportwagen

Anzeige

Automarkt

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.