Achtung, Altreifen
Ein Altreifen? Dufte, immer her damit!
Bild: Ralf Timm
Mehr als 600.000 Tonnen Altreifen fallen jährlich allein in Deutschland an. Sie werden zerkleinert, zermahlen und als Altreifengranulat zu Fußmatten oder Bodenbelägen verarbeitet oder in Zementwerken verfeuert. Das ist die gute Variante – in den USA werden die ausgedienten Autolatschen einfach in der Prärie entsorgt.
Doch damit könnte bald Schluss sein. Chemiker der TU Darmstadt haben ein revolutionäres Verfahren für den Abbau von Altreifen entwickelt: Mit "Katalysatoren" wird der mit Schwefel versetzte Naturkautschuk gespalten und abgebaut. Warum das Ganze funktioniert, wissen die Wissenschaftler zwar selber nicht genau. Aber wichtig ist ja nur, was hinten rauskommt.

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In diesem Fall ist sind es "terminale Olefine, die sich durch eine endständige Doppelbindung auszeichnen und in der Grundstruktur der von Geruchsstoffen ähneln", so die Darmstädter. Wääh? Was auch immer das ist: Irgendwann könnte dank der neuen Technik aus einem gammeligen Altreifen gar lieblich duftendes Parfüm entstehen, glauben die Wissenschaftler. Aha? Ein "Eau de Pirelli"? Her damit!