(dpa/mas) Erstmals seit zehn Jahren stehen nach einer Studie Kombis ganz oben in der Gunst deutscher Autokäufer. 28 Prozent der Kunden in Deutschland bevorzugen derzeit diese Karosserieform, wie die Umfrage "Trends beim Autokauf" des Mineralölkonzerns Aral ergab. Am liebsten soll der Kombi dezent in Schwarz oder Silber lackiert sein und von einem Ottomotor angetrieben werden. Der bislang führende Spitzenreiter in der Beliebtheitsskala, die klassische Limousine, wird nur noch von jedem vierten Autokäufer bevorzugt.

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Kleine Stadtflitzer werden laut Aral-Studie bei deutschen Autofahrern immer beliebter.
Bild: Toni Bader
Auch Kleinwagen werden immer beliebter, stellte der Mineralölkonzern fest. Vor zwei Jahren gaben sich nur 17 Prozent der Befragten mit einem Stadtflitzer zufrieden, jetzt sind es 26 Prozent. Hingegen büßen Fahrzeugsegmente wie Mini-Van und auch Geländewagen/SUVs beim Käuferinteresse deutlich ein. Cabrios sind ebenfalls weniger gefragt als noch vor einigen Jahren.
Stark an Bedeutung gewonnen hat laut Aral die Finanzierung. Während vor acht Jahren nur rund jedes zehnte Auto finanziert wurde, sei dies inzwischen mit 56 Prozent mehr als jedes zweite. Mit Bargeld will nur noch rund ein Drittel der Käufer im Autohaus bezahlen – vor zehn Jahren waren es noch doppelt so viele, so der Mineralölkonzern.
Drei Viertel der Befragten kennen Carsharing. Kaum einer hat's aber ausprobiert.
Bild: Werk
Erstmals wurden die Autofahrer im Rahmen der Studie auch nach neuen Mobilitätskonzepten gefragt. Demnach ist Carsharing zwar inzwischen weitgehend bekannt, wird aber "überwiegend als Nischenprodukt wahrgenommen". Drei Viertel der Befragten kannten das Konzept; nur acht Prozent haben sich aber ernsthaft damit auseinandergesetzt. Von denen wiederum fand nur jeder Fünfte Carsharing "attraktiv" oder "sehr attraktiv". Nur zwei Prozent der Befragten haben schon in einem Carsharing-Auto gesessen. Weitgehend unbekannt sind laut Aral die verschiedenen Anbieter.
Aral hat für seine Studie im März und April dieses Jahres 1158 Telefoninterviews geführt; die Teilnehmer wurden repräsentativ ausgewählt. Zudem wurden gezielt 150 angehende Neuwagenkäufer befragt.