Der neue Argo Sasquatch XTX ist ganz offensichtlich kein gewöhnlicher Offroader, der sich auch als Alltagsauto eignet. Und dennoch erinnert die Silhouette an einen zu groß und zu extrem geratenen Pick-up-Truck.
Genau darin liegt der Ansatz: ein kompromissloses Gelände-Mobil mit Kabine und offener Ladefläche, das zwar mit klassischer Pick-up-Optik spielt, seine Spezialaufgaben aber auf ein völlig neues Level hebt. Der XTX wirkt bullig, blockig – und erinnert nicht von ungefähr an den legendären russischen Sherp.

Spezialgerät aus Kanada

Im Zentrum des Sasquatch steht eine Doppelkabine für bis zu vier Personen. Der Einstieg erfolgt wahlweise über klassische Seitentüren oder eine vordere Tür mit ausklappbarer Leiter. Für den Notfall gibt es zudem eine Dachluke, die gleichzeitig als zusätzliche Belüftung der Fahrerkabine dient.
Neben Klimaanlage und Heizung bietet der XTX ein Bluetooth-Audiosystem sowie reichlich Panoramablick nach außen – was das Interieur trotz seiner kernigen Funktionalität überraschend "wohnlich" wirken lässt. Hinzu kommt ein 12-Zoll-Infotainment-Touchdisplay, das unter anderem Geschwindigkeit, Drehzahl, Kraftstoffstand und Neigungsmesser anzeigt.
Die Kabine bietet trotz einfacher Gestaltung ein Bluetooth-Audiosystem, Klimaanlage, Heizung und eine Dachluke.
Bild: Argo
Ein weiteres praktisches Feature ist die Rückfahrkamera mit 180-Grad-Blickwinkel, die sich gerade im Gelände als äußerst hilfreich erweist. Der großzügige Laderaum hinter der Kabine dient als Ablage für Ausrüstung und Material, zusätzliche Staufächer an den Außenseiten schaffen weiteren Platz für Werkzeug und Equipment.

Hyundai-Turbo, Terrain-Control und Steer-by-Wire

Angetrieben wird der Sasquatch XTX von einem 1,8-Liter-Dreizylinder-Turbo-Diesel von Hyundai, gekoppelt an ein stufenloses Automatikgetriebe mit elektronischer Lenk- und Drehmomentkontrolle. Mit rund 60 PS und 200 Nm Drehmoment gewinnt man zwar kein Drag-Race, doch das Aggregat reicht aus, um den 2,4 Tonnen schweren Koloss mit bis zu 40 km/h an Land und maximal 6 km/h im Wasser zu bewegen.
Typisch für den XTX sind die riesigen 71-Zoll-Reifen mit extrem niedrigem Luftdruck. Sie sorgen nicht nur für enorme Traktion im Schlamm, sondern auch für Auftrieb im Wasser. Über das Terrain-Control-System lassen sich per Knopfdruck die Modi Wasser, Schlamm, Schnee oder Trail wählen – der Reifendruck passt sich dabei automatisch dem Untergrund an.
Der Sasquatch XTX fährt über Stock und Stein und ist sogar im Wasser einsetzbar.
Bild: Argo
Dank Steer-by-Wire-System soll sich der Sasquatch trotz seiner Dimensionen erstaunlich leicht und präzise manövrieren lassen. Und sogar ein "G-Turn" ist möglich: Nimmt man Gas weg und lenkt ein, verteilt das System die Antriebskraft so, dass sich die Räder einer Fahrzeugseite vorwärts, die der anderen rückwärts drehen. Ergebnis: ein Nullwendekreis, bei dem sich der XTX auf der Stelle dreht.
Mit rund 66 Zentimetern Bodenfreiheit, bis zu 1200 Kilogramm Nutzlast und einer Anhängelast von mehr als 2300 Kilogramm ist der Sasquatch XTX ein echtes Spezialwerkzeug für den harten Outdoor-Einsatz.

Preis? Geschätzt mehr als 160.000 Euro

Was so ein Spezial-Koloss kostet? Offizielle Preisangaben macht Argo auf seiner Website bislang zwar nicht, doch laut Schätzungen liegt der Sasquatch XTX bei etwa 190.000 US-Dollar, was rund 163.000 Euro entspricht. In üppiger Ausstattung kann der Preis sogar auf mehr als 214.000 Euro steigen – ohne Frage ein teures Vergnügen.
Offizielle Preise nennt Argo bislang nicht. Laut Schätzungen liegt der Sasquatch XTX jedoch bei rund 190.000 US-Dollar, umgerechnet etwa 163.000 Euro. In üppiger Ausstattung kann der Preis sogar auf über 214.000 US-Dollar steigen.