Aston Martin DBX S im Test
Von belächelt zu brachial: Aston schärft den DBX auf S‑Niveau

Weniger Gewicht, mehr Fahrwerks-Substanz, dazu Feinschliff an Lenkung und 727 PS ohne E-Zusatz: Als S-Modell will der DBX nun endlich zu den Topstars im Schwergewicht aufschließen. Müssen Cayenne, Urus und Co nun zittern?
Bild: Marcus Werner
Anfangs wurde der Aston Martin DBX ja eher belächelt. Tolle Optik, viel Power, aber so richtig ums Eck fahren wollte Aston Martins erstes SUV nicht so recht. Erst als Ex-AMG-Mann Tobias Moers dazukam, wurde der Tenor in Form des DBX 707 sportlicher. Das neue Topmodell konnte richtig was, bügelte bei uns sogar Urus und Cayenne Turbo. Und das soll nun mit dem S-Modell nochmals besser werden?
Moers ist inzwischen wieder weg, die Briten haben das Zepter selbst in die Hand genommen. Und steigen gleich mit dem Rekord "stärkstes Verbrenner-SUV" ein. Den hatte zuletzt der Ferrari Purosangue mit 725 PS inne. Die mit Strom geboosterten Porsche Cayenne Turbo E-Hybrid (739 PS) und Lamborghini Urus SE (810 PS) ignorieren wir hier bewusst. Ermöglicht wird das Leistungsplus im DBX S durch mehr Ladedruck und eine überarbeitete Benzinversorgung.

Der ursprünglich von AMG stammende Vierliter-V8-Biturbo bekam mittels Turbotechnik vom Aston MArtin Valhalla 20 PS mehr Leistung.
Bild: Marcus Werner
Dazu gesellen sich ein paar Goodies vom Supersportler Valhalla. Nice to have, am Ende aber sicher genauso wenig entscheidend wie die 47 Kilo Gewichtsersparnis (Carbondach, Frontgrill, Magnesium-Räder). Schließlich reden wir hier noch immer von 2,3 Tonnen Kampfgewicht.
Fahrzeugdaten | Aston Martin DBX S |
|---|---|
Motorbauart/Aufladung | V8/Biturbo |
Hubraum | 3982 ccm |
Leistung bei 1/min | 535 kW (727 PS)/6250 |
Maße L/B/H | 5039/2175/1680 mm |
Radstand | 3060 mm |
Leergewicht/Zuladung | 2320/710 kg |
0-100 km/h | 3,3 s |
Höchstgeschwindigkeit | 310 km/h |
WLTP-Verbrauch/100 km | 14,2 l Super Plus |
Grundpreis | ab 258.000 Euro |
Auch die neue Optik mit schwarzem Grill, scharfen Splittern, großen Lufteinlässen und den Auspuff-Fanfaren vom Vanquish bietet eher ästhetischen Mehrwert. Was dem DBX bislang fehlte, war eine präzisere Lenkung und mehr Leichtigkeit.

An sich ist der DBX S fürs Grobe ja viel zu schade. Aber gut zu wissen, dass man könnte, wenn man wollte.
Bild: Marcus Werner
Genau daran haben die Briten nun gefeilt, die Lenkübersetzung und das Luftfahrwerk neu adaptiert. Und ja, auf den ersten Kilometern rund um Palma de Mallorca trägt dieses S-Tuning wirklich Früchte. Der DBX fühlt sich deutlich leichter, agiler und direkter an. Ob sich das auch auf der Uhr niederschlägt, werden wir hoffentlich bald sehen.
Fazit
Auch ohne Ex-AMG-Mann Moers scheint die Aston-Martin- Truppe aus Gaydon auf dem richtigen Weg zu sein. Zumindest sieht und spürt man das beim neuen DBX S. Der 707 war fahrdynamisch schon eine Ansage, doch der S fühlt sich auf den ersten Kilometern noch leichtfüßiger und direkter an, ohne Komfort und Luxus auf der Straße zu lassen.
Service-Links










