Sechs Jahre war der König weg, jetzt meldet er sich zurück: Als Krönung der einmal komplett runderneuerten Modellpalette, als "wahrhaftigster aller Aston Martin" (Eigentümer Lawrence Stroll) besteigt der Bezwinger (Vanquish) seinen angestammten Thron. Mit beeindruckenden Superlativen, einer coolen Historie und dem Nimbus einer Marke, die seit 112 Jahren begehrenswerte Sportwagen für betuchte Kenner von Hand baut, darunter nicht wenige Legenden. Wozu man auch den letzten Vanquish zählen kann, der mit dem V12 aus der Ford-Ägide das Saugmotor-Kapitel abschloss.
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Aston Martin Vanquish
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Aston Martin Vanquish
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614 KW (835 PS)
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Aston Martin Vanquish Coupe Aston Martin Hamburg
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Aston Martin Vanquish Coupé - Aston Martin Hamburg
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614 KW (835 PS)
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Aston Martin Vanquish Vorführwagen
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Aston Martin Vanquish Vorführwagen
8.100 km
614 KW (835 PS)
01/2025
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Benzin (WLTP), 13,7 l/100km (komb.), CO2 Ausstoß 312 g/km*
Aston Martin Vanquish Coupe
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Aston Martin Vanquish Coupe
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614 KW (835 PS)
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Aston Martin Vanquish MY25
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Aston Martin Vanquish MY25
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614 KW (835 PS)
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Aston Martin Vanquish S Cabrio Keramik Carbon
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Aston Martin Vanquish S Coupe Aston Martin Hamburg
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Aston Martin Vanquish Vanquish S Coupe
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Aston Martin Vanquish Vanquish S Coupe
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Aston Martin Vanquish S Coupe V12/20ZOLL/B&O
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Der Wechsel zum V12-Biturbo mit 5,2 Litern wurde im DB11 vollzogen, ehe ihn der DBS Superleggera 2018 als vorläufiger Höhepunkt übernahm. Der eigentliche Chef der V12-Frontmotor-Fraktion ließ damals hingegen auf sich warten; wohl wissend, dass eine tiefgreifende Erneuerung der gesamten Modellpalette bevorstand, die Aston Martin hin zu mehr Sportlichkeit, gesteigertem Fahrspaß, besserer Performance und mehr Raffinesse verändern sollte.
Aston Martin Vanquish im Test
Bekommen Sie beim Anblick dieser Front auch ein leichtes Zucken im rechten Fuß?
Bild: Toni Bader
Nun ist er zurück: gewaltiger und moderner denn je und trotzdem ganz der Alte. Dass der V12 im neuen Vanquish noch immer ohne Unterstützung eines E-Motors auskommt und seine 835 PS auf "konventionelle" Weise erzeugt, hat mittlerweile Seltenheitswert, den viele potenzielle Käufer schätzen dürften. Vermissen wird die E-Unterstützung angesichts der versammelten Allmacht ohnehin niemand.
Motorbauart/Aufladung 
V12, Biturbo 
Ladedruck max. 
1,25 Bar 
Einbaulage 
vorn längs 
Ventile/Nockenwellen 
4 pro Zylinder/4 
Hubraum 
5204 cm³ 
Leistung bei 1/min 
614 kW (835 PS)/6500 
Drehmoment bei 1/min 
1000 Nm/2500 
Getriebe 
Achtstufenautomatik 
Antriebsart 
Hinterrad 
Maße L/B/H 
4850/2120/1290 mm 
Radstand 
2885 mm 
Tank-/Kofferraumvolumen 
82/248 l 
WLTP-Verbrauch auf 100 km 
13,7 l 
Testwagenpreis (wird gewertet) 
404.480 € 
Dahinter steckt viel Feinschliff, der nicht nur die Leistung erhöhte, sondern vor allem auch Ansprechverhalten und Effizienz deutlich verbesserte. Verantwortlich für den neuerlichen Output von amtlichen 160 PS pro Liter sind umfangreiche Modifikationen: Block und Pleuelstangen wurden verstärkt, die Zylinderköpfe neu gestaltet und mit veränderten Nockenwellen sowie neuen Ein- und Auslasskanälen versehen; die Zündkerzen wurden neu positioniert und die Einspritzdüsen vergrößert.
Für ein schnelleres Ansprechen wurden zudem Turbolader mit geringerer Trägheit und um 15 Prozent höherer Höchstdrehzahl verwendet, die zudem eine Boost-Reserve automatisch beisteuern, wenn etwa die volle Leistung unter extremen Bedingungen abgefordert wird.
Aston Martin Vanquish im Test
Ein Tier! Der V12-Biturbo schüttelt 835 PS extrem locker aus dem Ärmel, der Schub lässt auch bei 300 km/h nicht nach.
Bild: Toni Bader
Die Folgen der Kraftkur sind Fahrleistungen, die den Vanquish zum Strahlen bringen: 3,4 Sekunden auf 100 km/h sind sehr gut, 9,4 Sekunden auf 200 km/h hervorragend. Dank der gut funktionierenden Launch Control und den eigens angefertigten Pirelli P Zero gelingt der Sprint zudem in spielerischer Reproduzierbarkeit. Nur zum Vergleich unsere Messwerte des letzten Vanquish mit V12-Sauger: 4,1 Sekunden auf 100 und 13,3 auf 200 km/h.

Biturbo-Spektakel mit eigener Charakternote

Schon klar, ein V12-Ferrari kann das in der Regel noch etwas schneller; doch entfaltet der Biturbo des Aston Martin einfach ein ganz anderes Spektakel. Weniger theatralisch, weniger aufgekratzt, dafür eleganter, von gnadenloser Vehemenz und zur Spitze kaum weniger intensiv. Der unverwechselbare Klang aus der optionalen Titan-Auspuffanlage variiert dabei sein Timbre von dunklen Klangfarben bis zum hellen, aggressiven Schreien bei hohen Drehzahlen, bei denen man fast vergessen könnte, dass der Vanquish ein edler Gran Turismo ist. Aber das ist er eben auch.
Aston Martin Vanquish im Test
Luxus ohne Schranken: Das Interieur schwelgt in feinstem Leder und satinierten Carbon-, Chrom- und Alu-Elementen. Wenn nur das volldigitale Cockpit nicht wäre ...
Bild: Toni Bader
Eine weitere sehr positive Leistungssteigerung erfuhren die Bremsen, die zwar bei Aston Martin auch früher schon gut waren, sich aber im aktuellen Vanquish zu absoluten Höchstleistungen steigern. Es beginnt mit einem Kaltbremswegwert von 30,7 Metern, der sich nach dem Aufwärmen von Scheiben und Reifen auf fantastische 29,9 Meter reduziert. "Krasse Werte auf Porsche-GT3-Niveau", lobt Testchef Guido Naumann. Die Verbesserung zum letzten Vanquish zeigt sich am deutlichsten beim Bremswert aus 200 km/h: Kam der letzte Vanquish nach damals recht soliden 136,4 Metern zum Stehen, schafft das der neue in 123,7 Metern.

Sportlicheres Set-up, spürbar mehr Präzision

Auch im Fahrwerksbereich macht sich der durchweg sportlichere Tenor bemerkbar. Dies beginnt bei einer rundum verbesserten Karosseriesteifigkeit, geht über zu den neuen adaptiven Bilstein-DTX-Dämpfern, dem aktiven E-Differenzial und mündet in einer gut austarierten Lenkung, die nicht zu spitz und nicht zu leicht agiert, sondern ein angenehmes Gefühl für sportliches Reisen bietet.
Aston Martin Vanquish im Test
Adaptives Fahrwerk und E-Diff machen den Vanquish quirlig, beeindruckend ist auch die Stabilität bei hohem Tempo.
Bild: Toni Bader
Das Problem dabei ist nur: Auf herkömmlichen Landstraßen mit Höchsttempo 100 ist der Vanquish nur sehr begrenzt ein Spielkamerad, weil er hoffnungslos unterfordert ist. Anders sieht es bei anspruchsvollerem Geläuf mit engen Wechselkurven aus. Hier lässt sich der Aston erstaunlich agil bewegen, glänzt trotz seiner Größe mit viel Elan und geringen Karosseriebewegungen. Wer die volle Vanquish-Dröhnung sucht, sollte aber nach wie vor die freien Weiten einer unlimitierten Autobahn aufsuchen.

Luxus ohne Wow-Faktor

Nicht so ganz überzeugen kann dagegen der Innenraum. Nicht wegen der verwendeten Materialien oder der Möglichkeit, sich neuerdings über Apple CarPlay Ultra noch tiefer mit dem Onboard-Entertainment zu vernetzen. Vielmehr will sich bei all dem Luxus an Bord kein rechter "Aha-Effekt" einstellen. Die virtuellen Anzeigen erfüllen ihren Zweck ohne Tadel, wirken für den König aller Aston Martin am Ende dann aber doch ein wenig zu gewöhnlich – Geschmackssache!

Fazit

Aston Martins neues Flaggschiff besticht durch atemberaubende Optik, einen herrlichen Antriebsstrang und ein sehr talentiertes Fahrwerk. Dieser GT weckt Emotionen, sein V12 tönt edel oder schreit wild – ein grandioses Spektakel mit sehr hohem Eintrittspreis.