Audi A6 allroad 55 TDI quattro: Gebrauchtwagenangebot
Ist der Audi A6 allroad die clevere Alternative zum S6?

Der Audi A6 allroad war kein Verkaufsschlager – dabei gab es den Schlechtwege-Kombi sogar mit dem großen Diesel des S6. Gebraucht wird der allroad interessant!
Bild: Autohaus Roscher GmbH
Alltrack, allroad, Scout, All-Terrain: Es gab eine Zeit, in der höhergelegte Kombis en vogue waren. Die Zwitter sollten die Vorzüge von SUV und Kombi kombinieren – und auch wenn die Nischenmodelle ihre Fans hatten, mussten auch sie sich letztendlich dem SUV-Boom beugen. Im AUTO BILD-Gebrauchtwagenmarkt sind die einst unbeliebten Allrad-Kombis teilweise zu günstigen Preisen zu haben!
Zusammen mit Volvo war Audi einst Vorreiter bei den Schlechtwege-Kombis. Bereits 1999 kam der allroad quattro auf Basis des A6 C5 auf den Markt und blieb bis 2005 im Programm. Auch wenn zu diesem Zeitpunkt die erste Generation des Q7 debütierte, hielt Audi am allroad fest. 2006 wurde er in A6 allroad quattro umbenannt.

Ein Audi A6 allroad in Orange trifft sicherlich nicht jeden Geschmack. Ein Hingucker ist der Avant aber in jedem Fall.
Bild: Autohaus Roscher GmbH
Fortan gab es von jeder neuen A6-Generation auch eine höhergelegte Variante, jedoch stets ausschließlich als Avant. 2025 wurde der A6 allroad quattro C8 eingestellt, ein Nachfolger ist aktuell nicht in Sicht.
Audi A6 allroad mit dem Motor aus dem S6 TDI
Grund genug, sich auf dem AUTO BILD-Gebrauchtwagenmarkt umzuschauen. Ein interessanter A6 allroad wird vom Autohaus Roscher aus Chemnitz angeboten. Zwar gehört der hier gezeigte Avant mit einem Preis von 62.990 Euro zu den teureren Exemplaren, es handelt sich aber – nicht zuletzt aufgrund seiner Farbe – vermutlich um ein Einzelstück.
Aber fangen wir doch bei der Motorisierung an, denn bei dem im Januar 2023 erstmals zugelassenen allroad handelt es sich um das ehemalige Topmodell. Die nüchterne Bezeichnung "55 TDI" ist etwas verwirrend, denn unter der Haube arbeitet der zuverlässige und bärenstarke Dreiliter-Diesel (EA897 evo3), der 344 PS und 700 Nm Drehmoment an alle vier Räder schickt.
Audi-Fans dürften bei den Leistungswerten hellhörig werden, denn es handelt sich um dieselbe Ausbaustufe, die auch im S6 TDI zum Einsatz kam. Der entscheidende Unterschied: Ende 2022 kostete ein A6 allroad TDI quattro 74.800 Euro in der Basis, während der S6 Avant TDI mit 84.200 Euro in der Preisliste stand. Der Preisvorteil des allroad betrug einst also knapp 10.000 Euro.

Verglichen mit dem auffälligen Exterieur ist der Innenraum zurückhaltend. Gebrauchsspuren sind nicht zu erkennen, was angesichts der niedrigen Laufleistung von nur 30.000 Kilometern auch keine Überraschung ist.
Bild: Autohaus Roscher GmbH
Im AUTO BILD-Test von 2019 konnte der A6 allroad quattro (wenn auch mit einer schwächeren Motorisierung) überzeugen und bekam die Note 2. Besonders die allroad-spezifische Luftfederung mit geregelter Dämpfung wurde gelobt: "Je nach Modus und Geschwindigkeit hebt oder senkt sich das Fahrzeug. Beispiel: Beim Ausflug in leichtes, aber steiniges Gelände, wegen Lackschaden-Gefahr im Schleichtempo, hebt sich der A6 um 4,5 Zentimeter an, maximal 35 km/h fährt er dann. Startet der Wagen im Offroad-Modus (Tempo: bis 80 km/h), legt er sich automatisch um drei Zentimeter höher. Geht es dann auf die Autobahn, senkt sich der allroad von Normalniveau mit einer Bodenfreiheit von 14 Zentimetern ab 120 km/h um 1,5 Zentimeter."
Zurück zum A6 allroad aus Chemnitz: Die einst 3700 Euro teure Audi "exclusive"-Lackierung in Orange ist sicherlich nichts für jedermann, dürfte auf einem A6 allroad aber ziemlich sicher einzigartig sein. Sie macht in Kombination mit dem "Optikpaket schwarz plus" und den nachträglich verbauten Rädern vom Typ OZ Racing Hyper XT ordentlich was her.

Der A6 allroad wurde nachträglich mit OZ-Racing-Felgen vom Typ Hyper XT ausgerüstet – bezogen mit Michelin Pilot Sport 4S.
Bild: Autohaus Roscher GmbH
Auch abseits der gewagten Lackierung geizte der erste und einzige Besitzer nicht mit Extras. Zu den nennenswerten Sonderausstattungen zählen beispielsweise Anhängerkupplung (990 Euro), Business-Paket (4200 Euro), Nachtsicht-Assistent (2150 Euro), Head-up-Display (1400 Euro), Standheizung (1700 Euro), Soundsystem von Bang & Olufsen (1150 Euro) und vieles mehr.
Neupreis von über 100.000 Euro
Am Ende belief sich der Neuwagenpreis auf über 100.000 Euro. Drei Jahre und gerade mal 30.000 Kilometer später hat der A6 allroad rund 40 Prozent an Wert verloren und wird zum bereits erwähnten Preis von 62.990 Euro angeboten.
Beim Preisvergleich fällt auf, dass es ein ungeahnt großes Angebot an A6 allroad quattro der Generation C8 gibt. Je nach Baujahr, Laufleistung und Ausstattung kostet der letzte allroad bereits unter 30.000 Euro.
In Baujahr und Laufleistung vergleichbare Modelle gibt es ab rund 45.000 Euro. Soll es der große Diesel mit 344 PS sein, schrumpft das Angebot merklich zusammen. Selbst mit Laufleistungen von um die 100.000 Kilometern gibt es den A6 allroad 55 TDI quattro nur selten unter 50.000 Euro – und erst recht nicht in Orange.
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