Audi Q7 Facelift (2019): Test

Audi Q7 Facelift (2019): Test

Audi Q7 Facelift (2019): Test, Fahrbericht, Mildhybrid

Wo bleibt der E-Boost im Q7?

Audi verpasst dem Q7 ein Facelift. Ein neuer Innenraum und ein 48-Volt-Netz zeichnen das große SUV jetzt aus. Doch der E-Boost lässt auf sich warten. 
Ein neuer Audi Q7? Nach vier Jahren schon? Natürlich nicht, es ist nur ein erweitertes Facelift. Trotz neuem Grill, trotz zusätzlicher Zierleisten und -blenden erkennt man ihn aber sofort wieder.

Innenraum zum Facelift neu gestaltet

Im Innenraum gibt's ein neues Infotainment. Die Bildschirme liefern haptisches Feedback.

Mehr Neues gibt's innen: Auch der Q7 hat jetzt das aus dem Q8 bekannte Digitalcockpit, das die früheren echten Runduhren gegen einen 12,3 Zoll großen Monitor eintauscht. Über die beiden Touchscreens mit haptischem Feedback werden Infotainment und zusätzliche Komfortfunktionen gesteuert. Wie bisher stehen drei Fahrwerksversionen zur Wahl: Neben dem nicht variablen Standardfahrwerk mit Schraubenfedern bekommt man gegen Aufpreis zwei unterschiedliche Luftfeder-Varianten in Normal- oder in Sportabstimmung. Die Sportvariante ist 15 mm tiefergelegt und deutlich straffer. In Verbindung mit den 21-Zoll-Rädern des damit ausgerüsteten Testwagens werden speziell kurze Unebenheiten recht trocken bis in die Sitze weitergeleitet. Mit dem Luftfeder-Normalfahrwerk und den 20-Zoll-Rädern des Testwagens auf den Fotos gleitet der Q7 hingegen richtig samtig dahin.

Q7 mit Wankstabilisierung

Beide Versionen hatten die optionale Wankstabilisierung an Bord, die früher nur für den SQ7 mit V8-Diesel lieferbar war. Bei normaler Fahrweise kaum zu spüren, sorgt sie bei flotter Kurvenfahrt für erstaunlich geringe Seitenneigung und direkte Lenk-Reaktion.

48-Volt-Startergenerator lässt auf sich warten

Karosseriewanken? Kennt der Audi dank aktiver Wankstabilisierung nur vom Hörensagen.

Das System wird über das 48-Volt-Zusatzbordnetz betrieben. Das haben jetzt alle Q7 – und nutzen es für ein Mildhybridsystem. Je nach Fahrsituation wird beim Gaswegnehmen rekuperiert, ausgekuppelt gesegelt oder sogar mit abgestelltem Motor dahingerollt. Dass der 48V-Startergenerator auch dem Verbrenner ein bisschen unter die Arme greifen soll, merkt man in der Praxis kaum: Sowohl der 286-PS-Diesel als auch der nun wieder lieferbare Benziner (jetzt 340 PS) brauchen, wenn man vorher im Comfort-, Eco- oder Auto-Fahrprogramm niedertourig dahingerollt war, bis zu zwei Sekunden, ehe nach dem Tritt aufs Pedal voller Schub ansteht.

Audi Q7 Facelift (2019): Test


Autor: Thomas Rönnberg

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