Zum Glück hat der Autor dieser Zeilen mit dem Thema "zerstörte Frisur" nicht viel am Hut. Genau der Richtige also für den Job, meint die Redaktion. Kein Stress mit dem Gefieder, volle Konzentration auf das Können dieser beiden Oben-ohne-Stars. Cabrios und AUTO BILD SPORTSCARS passen, wenn man es genau nimmt, nicht so recht zusammen. In der Regel liegen die Sonnenanbeter in puncto  Performance deutlich hinter ihren Coupépendants. Mit ihren aufwendigen Klappmechanismen für Stoff- oder Stahldach wiegen Cabrios meist einige Hundert Kilo mehr als die geschlossenen Brüder. Im Falle unserer beiden Testwagen bringt das neue M-Cabrio 247 und der RS 5 201 Kilo mehr auf die Waage. Womit sich beide zielstrebig auf die Zwei-Tonnen-Grenze zubewegen.
BMW M4 Cabrio silber Seitenansicht
Das M4-Stahldach kostet weitaus mehr Ladevolumen als das RS 5-Softtop.
Mit dem neuen M4 Cabrio will BMW aber trotz des – im Vergleich zum Vorgänger kaum verminderten – Übergewichts sportlich glänzen. Das Coupé hat es vorgemacht, in vielen Bereichen überrascht und überzeugt. Die Cabrioversion tritt mit dem gleichen Biturbo-Reihensechszylinder an. Für eine möglichst gute Performance unterstützen das 3900 Euro teure Doppelkupplungsgetriebe und die 7300 Euro teure Keramikbremse die 431 PS des Testwagens. Macht zusammen mit 19-Zöllern und adaptivem Sportfahrwerk stramme 95.801 Euro.
Audi RS 5 Cabrio weiß Seitenansicht
Der Audi ist 140 Kilo schwerer als der M4. Beide wiegen deutlich mehr als die Coupés.
Für das RS 5 Cabriolet sind noch ein paar Scheine draufzulegen; der Audi kostet bereits in der Basis mehr. Zwar ist hier schon der Doppelkuppler an Bord, doch mit weiteren Performance-zuträglichen Extras wie Sportdifferenzial und -auspuff, Keramikbremse, Sportlenkung und -fahrwerk überspringt der Ingolstädter die 100.000-Euro-Marke. Eine Menge Holz, denn für gerade mal 3000 Euro mehr winkt bereits ein offener Elfer.

Fazit

BMW schafft es auch beim Cabrio, den M3-Nachfolger schneller und sportlicher zu machen. Zwar leistet sich der Münchner kleine Fehler auf der Rennstrecke, der RS 5 hat dennoch keine Chance – zu teuer, zu langsam. Dabei entwickelt der Audi den deutlich besseren Sound, auch bei offenem Verdeck.