Winterreifen sollen vor allem eines: Grip bieten, wenn Schnee und Eis die Straße rutschig machen. Doch wie viel Haftung tatsächlich möglich ist, demonstrierte Nokian Tyres mit einem ziemlich spektakulären Versuch. (Großer SUV-Winterreifen-Test 2026 von AUTO BILD: 225/55 R18.)
Am 9. März 2013 setzte sich Testfahrer Janne Laitinen in einen modifizierten Audi RS 6 und raste über eine zwölf Kilometer lange Eisstrecke auf dem Bottnischen Meerbusen nahe dem finnischen Oulu. Das Ergebnis: 335,713 km/h – Weltrekord für das schnellste Auto auf Eis.

Audi RS 6 mit mehr als 800 PS

Ganz serienmäßig war der Audi dafür natürlich nicht. Der von MTM präparierte RS 6 leistete mehr als 800 PS und war für den Rekordversuch auch aerodynamisch angepasst.
Fast 340 km/h auf Eis: Mit seinem Audi RS6 stellte Janne Laitinen einen spektakulären Weltrekord auf.
Bild: Nokian
Bemerkenswert sind allerdings die Reifen: Statt spezieller Rennreifen verwendete Nokian den damals neuen Hakkapeliitta 8 in der Dimension 255/35 R20 97 T XL. Dabei handelte es sich um einen handelsüblichen und für den Straßenverkehr zugelassenen Winterreifen – allerdings mit Spikes.

Winterreifen in 225/55 R18

Autobild LogoTestsieger
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1.
Hankook
Winter i*cept evo 4
1,3
sehr gut
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2.
Pirelli
Cinturato Winter 3 102V
1,4
sehr gut
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2.
Michelin
Pilot Alpin 5 102V AO
1,4
sehr gut
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4.
Goodyear
UltraGrip Performance 3 102 V
1,5
gut
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5.
Bridgestone
Blizzak 6 102V
1,7
gut
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6.
Falken Reifen
Falken Eurowinter HS02 Pro
2,6
befriedigend
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7.
Linglong
Sport Master Winter
2,7
befriedigend
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7.
Matador
MP93 Nordicca
2,7
befriedigend
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9.
Prinx Tire
Prinx Winter Excelia
3,1
befriedigend
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10.
Zeetex
WH1000 SUV
4,5
mangelhaft
Komplette Liste: Winterreifen in 225/55 R18
Bei Rekordtempo legte der Audi mehr als 93 Meter pro Sekunde zurück. Die Spikes trafen laut Nokian dabei jeweils 43-mal pro Sekunde auf das Eis.

Strenge Regeln für den Eis-Rekord

Einfach einmal möglichst schnell über einen zugefrorenen See zu rasen, reichte für den Rekord nicht. Nach den damals zugrunde gelegten Guinness-Regeln musste eine einen Kilometer lange Messstrecke mit fliegendem Start in beide Richtungen durchfahren werden. Aus den beiden Messungen wurde der Durchschnitt gebildet, für die Versuche blieb maximal eine Stunde.
Auch beim Untergrund gab es klare Vorgaben: Das Eis musste natürlich entstanden sein und durfte weder künstlich aufgeraut noch mit Chemikalien behandelt werden. Und die Reifen mussten im Handel erhältlich sowie für den Straßenverkehr zugelassen sein.

Fast 340 km/h auf Eis

Tatsächlich erreichte der Audi während des Versuchs laut Nokian sogar nahezu 340 km/h. Für den Rekord zählte jedoch der vorgeschriebene Mittelwert von exakt 335,713 km/h.
Damit übertraf Laitinen seinen eigenen Rekord deutlich. Bereits 2011 war der Finne auf demselben Untergrund 331,610 km/h gefahren.