Audi Tech-Day Quality: Highlights
So testet Audi die Autos von morgen
Einblicke in die Planung von A8, A7 und e-tron. AUTO BILD zeigt, welche Anforderungen die Digitalisierung an Audis Qualitätsprüfung stellt.
Bye-bye, Dreh-Drück-Schalter!

Mit Hilfe eines Elektronenmikroskops werden digitale Bauteile gescannt.
Bild: Audi AG
Anfänglich sorgte der A8-Touchscreen für Schwingungen
Elektroantriebe stellen die Prüfung der Akustik vor neue Aufgaben. Bei einem Verbrenner standen noch Motor- und Getriebegeräusche im Vordergrund. Beim E-Auto, wie dem kommenden e-tron, müssen allerdings Geräuschquellen wie Wasserpumpe oder Klimaanlage identifiziert und bewertet werden. Zur Akustikmessung gehören außerdem Schwingungen. Bei Tests mit dem A8 stellte Audi fest, dass die Touchscreens mit haptischem Feedback leichte Schwingungen an andere Bauteile spürbar weitergab. Kleine Dämpfer bei der Bildschirmaufhängung konnten das Problem abstellen.
Audi e-tron kommt ohne Seitenspiegel
Für 80 Prozent der Innovationen in einem Fahrzeug wie dem Audi A8 sorgen Halbleiter. Man findet sie beispielsweise in Prozessoren, im "Virtual Cockpit" und in den OLED-Rückleuchten. OLED-Technik gibt es bereits seit mehr als zwei Jahren in diversen Produkten wie Fitnessarmbändern und Smartphones. Warum hat man das nicht eher für Autos übernommen? Weil die sogenannte Consumer Electronic meist nicht den Ansprüchen der Automobilindustrie entspricht. Ein Handy darf bei minus 20 Grad schwächeln, der Bildschirm in einem A8 nicht. Außerdem sollen die OLED-Rücklichter mindestens 15 Jahre strahlen und nicht sukzessive erlöschen wie einige OLED-Anzeigen früherer Generationen in einem Fitnessarmband. Im Halbleiterlabor von Audi werden neue Technologien erforscht und an die Bedürfnisse der Automobilindustrie angepasst. Dabei verriet die Entwickler, dass der der e-tron ohne konventionelle Außenspiegel kommt. Die Übertragung im Cockpit erfolgt per OLED-Display, weil das nicht so anfällig wie normale Displays ist und äußere Einflüsse wie Hitze besser wegstecken kann.
Audi RS 4 Avant in vier Stunden gescannt

Beim Prüfgerät "Meisterbock" ist eine Messgenauigkeit von 0,1 Millimetern Standard.
Bild: Audi AG
Stresstests aus Kundensicht

Im Dauerstresstest, werden die Fahrzeuge aus der Perspektive des Kunden getestet.
Bild: Audi AG
Damit der Erdgastank dicht hält

Der Erdgastank besteht aus einem Glas- und Kohlefaserverbundwerkstoff und lässt sich ausdehnen.
Bild: Audi AG
Moderner Service
Stethoskop und Begriffe wie "Knarzen" und "Scheppern" sind out. Bei Fehleranalysen im Kundenservice setzt Audi heute auf Mikrofone, die Geräusche visualisieren. Für weitere Fehleranalysen gibt es "Car Assist", eine App, die über Sensoren Fehler im Fahrzeug finden kann. Doch Audi blickt auch im Bereich Service in die Zukunft, wo Softwareupdates wie beim Handy Fehler beheben sollen.
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