Extremer Liebhaber oder einfach nur gaga? Beim Auktionshaus Sotheby’s ist ein BMW Z1 von 1990 versteigert worden. 86.250 Euro hat jemand für den Roadster bezahlt, obwohl der fast eine Million Kilometer auf dem Tacho hat. 999.997 Kilometer, um genau zu sein.
Angetrieben von einem 2,5-Liter-Reihensechszylindermotor, wurden genau 8.000 dieser Roadster gebaut. Das Modell wurde zur Grundlage der Z-Serie, die später um den Z3, Z4 und Z8 erweitert wurde. Doch ist das nicht zu viel Geld für ein Auto, das so viel gefahren wurde?

Nur zwei Besitzer

Der frühere dänische Rennfahrer Jens Winther ist der Erstbesitzer, er nahm den Wagen im Februar 1990 in Empfang und lagerte ihn anschließend in seiner persönlichen Sammlung.
Der Z1 wird von einem 2,5-Liter-Reihensechszylindermotor angetrieben.
Bild: Sotheby's

Winther behielt das Auto bis 2014, und der neue Besitzer entschied sich ebenfalls dafür, den Z1 nicht zu fahren. Deshalb sieht er noch so aus, als sei er bei BMW gerade vom Band gerollt. Und im Grunde ist er das auch.

Darum hat der Z1 fast eine Million auf dem Tacho

Denn laut Sotheby’s wurde der Z1 höchstens zwei Mal gefahren. Dass 999.997 Kilometer auf der Anzeige stehen, liegt an der gängigen BMW-Praxis, den Kilometerstand so einzustellen, dass er der begrenzten Strecke entspricht, die bei der Auslieferung an die Händler zurückgelegt wurde. 
Das sollte sicherstellen, dass auf dem Tacho tatsächlich eine Null steht, wenn der Wagen verkauft wird. So gesehen sind die 86.250 Euro sogar ein Schnäppchen.