TV im Auto

Auto-DVD-Player: Filme schauen im Auto

Kino auf der Rückbank

Weite Autofahrten können für Mitreisende ganz schön langweilig sein. Mit einem Entertainment-System an Bord kann man sich die Zeit vertreiben. So funktioniert es.
Wer unterwegs auf seinen Lieblingsfilm nicht verzichten oder für die Kids auf der Rückbank ein rollendes Kino einrichten will, hat im Grunde drei Möglichkeiten: Durch das Entertainment-System ab Werk, eine Nachrüstlösung wie einen Auto-DVD-Player oder Smartphone und Tablet.

So kommen die Filme ins Auto

Systeme ab Werk: Vor allem bei teureren Fahrzeugen können sogenannte Entertainment-Systeme direkt ab Werk geordert werden. Neben dem Infotainment-Bildschirm in der Mittelkonsole (auf dem Filme meist nur im Stand abgespielt werden können), gibt es dann für die Passagiere auf der Rückbank zwei fest installierte Bildschirme an oder in den Kopfstützen der Vordersitze. Hier können Filme auf DVD bzw. Blu-Ray oder von der internen Festplatte abgespielt werden. Außerdem kann dort häufig auch das aktuelle Fernsehprogramm (über Digitalfunk) empfangen werden.
Nachrüsten: Deutlich preiswerter als diese oft mehrere Tausend Euro teuren Systeme sind Nachrüstlösungen mit Bildschirmen, die im Fond installiert werden. Meistens sind das tragbare DVD-, Blu-Ray-, SD-Karten- oder Festplatten-Player (ab circa 100 Euro), die an den Kopfstützen fixiert werden. Wichtig: Die tragbaren Player müssen so angebracht werden, dass sie auch bei einem Unfall nicht durch den Wagen fliegen! Da die meisten Geräte ohne Stromanschluss nicht funktionieren, muss dabei außerdem noch ein Kabel zum Zigarettenanzünder verlegt werden; wer auf ein Akku-Modell setzt, sollte darauf achten, dass der Strom auch für längere Fahrten problemlos reicht.
Smartphone oder Tablet: Inzwischen gibt es zahlreiche Halterungen, mit denen die Geräte im Fond sicher angebracht werden können, und normalerweise hält auch der Akku ein, zwei Filme problemlos durch. Je nach Speichergröße, können Filme direkt auf das Gerät geladen werden oder während der Fahrt über das Internet gestreamt werden. Letzteres funktioniert aber vor allem in ländlichen Gegenden nicht immer reibungslos, außerdem können im Nicht-EU-Ausland durch das Streaming hohe Roaming-Kosten entstehen.

Welche gesetzlichen Vorschriften gibt es?

Der Beifahrer und die Hintensitzenden dürfen während der Fahrt so viele Filme schauen, wie sie wollen. Dem Fahrer ist das nicht erlaubt. Zwar gibt es in der StVO keinen Paragrafen, der das Fernsehen während der Fahrt explizit verbietet, allerdings würde der Fahrer beim Filmeschauen gegen andere Vorschriften verstoßen und sich strafbar machen. Schaut der Fahrer beispielsweise einen Film auf seinem Handy und hält das Smartphone dabei in der Hand, greift der Tatbestand Handynutzung am Steuer, dafür werden mindestens 100 Euro Bußgeld fällig. Hinzu kommt ein Punkt in Flensburg.
Zudem gilt, dass "die Teilnahme am Straßenverkehr ständige Vorsicht" erfordert (§1 StVO), und durch das Anschauen eines Films liegt eindeutig eine Ablenkung vor. Allein ein Verstoß gegen diesen Grundsatz kann mit 20 bis 35 Euro Verwarngeld geahndet werden. Werden durch die Ablenkung beim Film- oder Fernsehschauen auch noch andere Verkehrsteilnehmer behindert oder sogar geschädigt, können die Strafen empfindlich ansteigen. Im Falle eines Unfalls drohen außerdem Probleme mit der Versicherung: Die kann das Fernsehschauen während der Fahrt als grob fahrlässig oder bedingt vorsätzlich einstufen und die Regulierung des Schadens verweigern oder Leistungen kürzen.
Übrigens: Die meisten ab Werk fest eingebauten Entertainment-Systeme haben eine Sperre und zeigen während der Fahrt kein Bild auf dem Info-Display in der Mittelkonsole an; lediglich die Fond-Passagiere können dann Unterhaltung genießen. 

Worauf muss man beim Kauf eines Auto-DVD-Players achten?

Wer ein Entertainment-System nachrüsten will, sollte darauf achten, dass das benötigte Zubehör (Fernbedienung, Anschlusskabel, Stromkabel, Tasche) gleich dabei ist. Auch das Befestigungsmaterial zur Anbringung an den Kopfstützen ist im Idealfall schon dabei. Viele günstigere Systeme kommen mit zwei Bildschirmen, die verbunden sind und nur eine Quelle abspielen können. Sollen zwei Gäste auf der Rückbank unterschiedliche Filme anschauen können, muss man in der Regel etwas tiefer in die Tasche greifen. Außerdem sollte man beim Kauf darauf achten, dass möglichst viele Medien unterstützt werden, also neben DVD idealerweise auch USB-Sticks oder SD-Karten. Praktisch ist auch ein interner Speicher, auf dem zuhause die Filme gespeichert werden können. Wer auch das aktuelle Fernsehprogramm während der Fahrt genießen will, muss darauf achten, dass das System einen DVB-T-Empfänger integriert hat. Genauso wichtig wie das Bild ist der Ton: Wer den ganzen Wagen beschallen will, sollte auf ein Gerät mit guten Lautsprechern setzen. Empfehlenswerter ist allerdings die Anschaffung von guten Kopfhörern – vor allem dann, wenn zwei verschiedene Filme gleichzeitig geschaut werden.

Autor: Michael Gebhardt

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