Die chinesischen Schnäppchenjäger waren blitzschnell zur Stelle, als der Porsche Panamera für umgerechnet knapp 17.000 Euro angeboten wurde. Sehr offensichtlich deutlich zu günstig, denn regulär kostet der Flitzer schlappe 136.500 Euro.
Doch in China stellte ein Händler den Panamera für 124.000 Yuan, also umgerechnet rund 17.000 Euro, ein. Korrekt wären jedoch 998.000 Yuan gewesen. Hunderte Chinesen wollten sich den Schnapper nicht entgehen lassen, bestellten ein Exemplar der Sportlimousine und zahlten die Reservierungsgebühr in Höhe von 911 Yuan (123 Euro).

Händler bemerkt Irrtum, Kunden sind sauer

Der hohe Ansturm rief den Händler auf den Plan, der seinen Irrtum bemerkte und den Verkauf mit einem Hinweis auf einen "schwerwiegenden Fehler" stoppte.
Besänftigen konnte er die Schnäppchenjäger damit nicht wirklich, die Kunden machten in den sozialen Medien ihrem Ärger Luft.
Ganz klar: Ein neuer Porsche Panamera (hier als Symbolbild der Panamera S) ist deutlich teurer als 17.000 Euro!
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD

In dem ganzen Chaos schaltete sich schließlich Porsche ein. Der Autobauer wandte sich einem Bloomberg-Bericht zufolge an die erste Person, die eine Online-Reservierung vorgenommen hatte. Es wurden keine Einzelheiten genannt, aber ein Unternehmenssprecher gab an, dass man in der Lage war, für das eine Fahrzeug, das das Autohaus auf Lager hatte, ein "akzeptables Ergebnis" auszuhandeln.

Immerhin gibt es das Geld zurück

Die restlichen Kunden sollten innerhalb von 48 Stunden ihre Anzahlung zurückerstattet bekommen. Ihnen wurde das Malheur persönlich erklärt, Entschuldigung inklusive. Für viele wohl nur ein schwacher Trost.