Tunnel können bei Autofahrern zahlreiche Emotionen auslösen: eine Menge Respekt, möglicherweise sogar Angst, oft aber ein gewisses Unwohlsein. Dabei gibt es dafür eigentlich keinen Grund. Denn sollte etwas passieren, gibt es Tipps, wie man sich verhalten sollte.
Kommt es zum Beispiel zu einem Stau, dann sollte man das Warnblinklicht einschalten und bei Stillstand den Motor abschalten. Auf jeden Fall aber die Fenster schließen und die Lüftung auf Umluft stellen, damit von außen keine Luft mit möglicherweise giftigen Abgasen in das Auto gelangt. Was draußen gilt, gilt natürlich auch in einem Tunnel: Bei einem Stau eine Rettungsgasse bilden.

Wenn das Auto liegen bleibt

Bei einer Autopanne sollte man den Wagen möglichst aus dem Tunnel fahren. Ist das nicht möglich, gilt es, ihn so weit rechts wie möglich abzustellen bzw. in einer Pannenbucht.
Anschließend den Motor ausmachen und die Warnweste anziehen, dazu das Warndreieck aufstellen und auf den Pannendienst warten. Wichtig: Beim Aussteigen auf den Verkehr achten!

Was gilt bei einem Unfall?

Kommt es zu einem Unfall, sollte man ebenfalls versuchen, aus dem Tunnel zu fahren. Klappt das nicht, sollte das Auto wie auch bei einer Panne möglichst weit rechts oder in der Pannenbucht abgestellt werden.
Danach den Motor ausmachen (und den Zündschlüssel stecken lassen), die Warnweste anziehen, Warnblinker einschalten und das Warndreieck aufstellen. Im Tunnel gibt es in der Regel alle 50 Meter Notrufsäulen, die im Gegensatz zum eigenen Telefon den Vorteil haben, dass die Helfer sofort ihren Standort feststellen können.
In einem Tunnel gibt es zahlreiche Notausgänge.
Bild: Werk

Was bei einem Unfall hilft:  Die Videoüberwachung wird eingeschaltet, der Tunnel wird gleichzeitig für den Verkehr gesperrt. Anweisungen werden dann durch Tunnellautsprecher gegeben.

Verhalten im Brandfall

Und wenn es raucht? Handelt es sich um einen Brand im Anfangsstadium, dann sollte man ebenfalls versuchen, noch aus dem Tunnel herauszukommen. Generell dabei auch das Warnblinklicht einschalten.
Außerdem gilt ebenfalls: Pannenbucht suchen oder weit rechts anhalten, Motor ausmachen, Zündschlüssel stecken lassen und dann an einer Notrufstation den Feueralarm auslösen. Danach den Tunnel über den Notausgang sofort verlassen. Diesen findet man über eine gut sichtbare Beschilderung.

Was tun bei Tunnelangst?

Kurzfristig können bei auftretender Angst vor einem Tunnel Atemübungen helfen, um sich zu beruhigen. Also bewusstes und regelmäßiges Ein- und Ausatmen. Bei einer stärkeren Form der Tunnelangst kann eine Therapie hilfreich sein.