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Vandalismus am Auto: Wer kommt für den Schaden auf?

Wenn der Außenspiegel kaputt, eine Antenne abgeknickt oder der Lack zerkratzt ist, ist das für den Autobesitzer ärgerlich. Wer zahlt bei Vandalismus?
Bild: Ralf Timm
Man liest oft davon, dass Unbekannte in der Nacht durch die Straßen gezogen sind und die Außenspiegel diverser Autos abgetreten haben. Oder aber der Lack wurde absichtlich zerkratzt.
Das fällt unter Vandalismus, laut Definition die mut- oder böswillige Beschädigung oder Zerstörung ihres Eigentums durch Fremde. Doch wer kommt für die Schäden auf?
Was sind Vandalismus-Schäden? Da gibt es einige.
Das Auto wurde zerkratzt
Die Karosserie eingedellt
Der Spiegel abgetreten
Scheiben oder Scheinwerfer eingeschlagen
Die Antenne abgebrochen
Das Auto mit Graffiti beschmiert
Die Reifen zerstochen
Das Auto wurde in Brand gesteckt
Generell gilt: Eine Haftpflichtversicherung springt in diesen Fällen nicht ein. Sie brauchen eine Kaskoversicherung, und zwar eine Vollkaskoversicherung, um gegen Vandalismus-Schäden durch Dritte abgesichert zu sein. Die Vollkasko deckt nahezu alles ab, was unter Vandalismus fällt. Ausnahme: Schäden am Reifen, denn hier ist die Gefahr für Versicherungsbetrug zu groß.
Die Teilkasko wiederum ersetzt Kosten für Glasbruchschäden wie zerschlagene Autofenster, Windschutzscheiben oder Leuchtenabdeckungen. Auch bei Brandschäden, wenn das Auto zum Beispiel in Brand gesteckt wurde, greift die Teilkasko in der Regel auch. Hier kommt es aber auf den Einzelfall an.
Auswirkungen auf die Schadenfreiheitsklasse
Wichtig zu wissen: Springt die Vollkaskoversicherung ein und übernimmt einen Vandalismusschaden, wirkt sich das auf die Schadenfreiheitsklasse aus und damit in der Regel auch auf den Schadenfreiheitsrabatt. Die Allianz-Versicherung zum Beispiel rät, bei Schäden unter 1000 Euro die Reparatur selbst zu bezahlen. Damit vermeide man eine Hochstufung in der Schadenfreiheitsklasse. Denn das ist mit weiteren Kosten verbunden.
Was kann man also tun? Das Auto absichern, zum Beispiel durch eine Überwachsungskamera. Die wirkt zum einen abschreckend, zum anderen können sie wichtige Hinweise bei den Ermittlungen der Polizei liefern. Ein weiterer Tipp ist ein sicherer Stellplatz für das Auto, wie eine eigene Garage. Mit der bekommt man bei vielen Versicherungen auch noch Rabatt.
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