Autobahn A40 wird saniert
Schnellschuss im Pott

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Die Autobahn A40 im Ruhrgebiet wird gerade saniert. Das Besondere daran: Alles passiert in drei Monaten. Sonst dauert eine solche Mammutaufgabe zwei Jahre und ist viel teurer.
(dpa/sb) Wo sonst 80.000 Autos täglich rollen, ist plötzlich Schluss: Der Ruhrschnellweg (A40) bei Essen ist gesperrt. Bauarbeiten, die sonst zwei Jahre dauern, sollen jetzt in drei Monaten erledigt werden. Das Projekt könnte ein Modell für andere Straßen-Sanierungen sein. Die monatelange Komplettsperrung der Verkehrsschlagader Ruhrschnellweg ist ohne Probleme angelaufen. Die Bagger kamen beim Abbruch einer Autobahnbrücke so schnell voran, dass die geplante Nachtschicht ausfallen konnte, berichtete eine Sprecherin. Auf den Straßen in und um Essen gab es keine Behinderungen durch die Sperrung der Autobahn 40.
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Der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) und die Projektleiterin von Straßen-NRW, Annegret Schaber auf einer Brücke über der A40 in Essen.
Bild: dpa

Auf der Autobahn 40 wird in Essen eine Brücke abgerissen.
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"Das ist wohl das erste Mal, dass eine Autobahn über so einen langen Zeitraum gesperrt wird", meint Schaber. Das Projekt werde von Verkehrsexperten aus ganz Deutschland mit Interesse beobachtet. "Die gewonnenen Erfahrungen sollen dokumentiert werden, um sie bei zukünftigen Planungen von Baumaßnahmen zu berücksichtigen", teilte das nordrhein-westfälische Verkehrsministerium in Düsseldorf mit. Auch das Bundesverkehrsministerium habe diesem Piloten "interessiert" zugestimmt.
In der Rekordzeit von drei Monaten stehen für rund 17 Millionen Euro neben der Erneuerung der Fahrbahndecke und einer kompletten Autobahnbrücke auch die sicherheitstechnische Ertüchtigung eines in die Jahre gekommenen Tunnels auf dem Programm. Seit zwei Jahren wurde die Autobahn-Sperrung im Detail geplant. Nun muss nur noch das Wetter mitspielen. Dauerregen im September wäre ein "Horror-Szenario". Und um wirklich sicher zu gehen, wurden mit den beteiligten Baufirmen Strafzahlungen von bis zu 10.000 Euro pro Tag bei Terminüberschreitungen vereinbart.
In der Rekordzeit von drei Monaten stehen für rund 17 Millionen Euro neben der Erneuerung der Fahrbahndecke und einer kompletten Autobahnbrücke auch die sicherheitstechnische Ertüchtigung eines in die Jahre gekommenen Tunnels auf dem Programm. Seit zwei Jahren wurde die Autobahn-Sperrung im Detail geplant. Nun muss nur noch das Wetter mitspielen. Dauerregen im September wäre ein "Horror-Szenario". Und um wirklich sicher zu gehen, wurden mit den beteiligten Baufirmen Strafzahlungen von bis zu 10.000 Euro pro Tag bei Terminüberschreitungen vereinbart.
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