Autodiebstähle 2011
Autoklau: Rapider Anstieg seit 2007

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Von einem Europa ohne Grenzen profitieren auch Autoschieber. Immer mehr gestohlene Fahrzeuge bleiben spurlos verschwunden. Besonders betroffen sind der Osten Deutschlands und NRW.
(dpa) Die Zahl gestohlener Autos, die nie wieder auftauchen, ist seit Wegfall der Kontrollen an den Grenzen zu Polen und Tschechien rapide gestiegen. In 2011 wurden 35.564 Pkw bei den deutschen Sicherheitsbehörden als gestohlen verzeichnet. Davon sind 19.318 spurlos verschwunden: 22,5 Prozent mehr als 2007. Das geht aus einem internen Lagebericht für die Innenministerkonferenz hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die Innenminister kündigten am 1. Juni 2012 zum Abschluss ihrer Tagung in Göhren-Lebbin an, stärker gegen Autodiebe vorgehen zu wollen. Besonders betroffen sei der Osten Deutschlands. In Berlin würden die meisten Autos geklaut. Die Behörden registrierten dort eine Zunahme der dauerhaften Diebstähle seit 2007 um knapp 60 Prozent auf 4189. Auf dem zweiten und dritten Platz liegen das bevölkerungsreiche Nordrhein-Westfalen (4000 verschwundene Pkw) sowie Brandenburg (rund 1500 Pkw). Die höchsten Steigerungsraten bei den dauerhaft verschwundenen Autos seit 2007 gibt es in Sachsen (plus 98 Prozent), Brandenburg (plus 96 Prozent) und Hamburg (plus 78 Prozent).
Hintergrund: Autodiebstahl - Polen sicherer als Deutschland

Die meisten Autos wurden von 2007 bis 2011 in Berlin, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg gestohlen.
Bild: dpa
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BMW-Modelle waren 2011 bei Langfingern besonders begehrt. Rückläufig sind die Diebstahlszahlen in 2011 hingegen bei Mercedes und Porsche.
Bild: AUTO BILD /
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