Es sind nicht nur die großen Marken, die sich auf dem Pariser Autosalon 2010 mit zukunftsweisenden Technologien schmücken. Die kleine Sportwagenmanufaktur Venturi stellt auf der Messe gleich zwei Elektro-Renner vor, die es faustdick unter der Haube haben: die Studie America und den in Kleinserie hergestellten Fétish. Der America ist ein Hightech-Buggy mit Karbon-Monocoque, angetrieben von einem 220 kW (300 PS) starken Elektromotor. Er ist wassergekühlt und lässt 380 Newtonmeter Drehmoment auf die Hinterräder los. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 180 km/h. Trotz üppiger Leistungswerte soll der offene Zweisitzer eine Reichweite von 300 Kilometern schaffen – nicht zuletzt dank des geringen Gewichts. Obwohl die Lithium-Akkus stolze 450 Kilo wiegen, bringt es der America insgesamt nur auf 1350 Kilogramm.

Überblick: Alle Stars und Premieren des Autosalon Paris 2010

Venturi Fétish
Öko ganz exklusiv: Der Fétish soll nur zwölf Mal gebaut werden, für 300.000 Euro netto!
Bild: Werk
Noch weniger Gewicht bringt der Fétish auf die Waage. Der Leichtbau-Roadster ist die Weiterentwicklung einer Elektro-Studie, die Venturi bereits 2004 unter gleichem Namen vorgestellt hat. Nur 1225 Kilo wiegt der zweisitzige Fétish, unter dessen Karbonhaut sich der gleiche 300-PS-Elektromotor wie im America versteckt. In unter vier Sekunden surrt der Fétish auf Tempo 100. Topspeed: über 200 km/h. Durch das geringere Gewicht verlängert sich die Reichweite zusätzlich, erst nach 340 Kilometern muss der Fétish an die Steckdose. Kehrseite der Medallie: Der handgefertigte Elektro-Sportler wird nur zwölf Mal pro Jahr gebaut und kostet stolze 300.000 Euro – plus Steuern.