Na toll. Deutschland Dritter bei der WM. Und ich habe den wohl langweiligsten Vergleich des Jahres geerbt. Schlichte Mittelklasse-Limousinen, kleinster Diesel, Handschaltung – was soll dabei rauskommen außer langweiligem Auslitern? Stopp! Wohl zu viel Fußball geguckt. Was Audi, BMW, Citroën und Seat in dieser Liga zu bieten haben, macht mehr Laune als das Fußball-Finale. Und eigentlich lässt sich unser Testfeld mit A4 2.0 TDI, 316d, C5 HDi 110 und Exeo 2.0 TDI auch deutlich attraktiver beschreiben: ausgewachsene Alleskönner mit genügend Leistung bei minimalem Verbrauch – wir reden hier schließlich von deutlich unter sechs Litern im Durchschnitt. Das entspricht blitzsauberen CO2-Werten um die 130 Gramm pro Kilometer. Respekt.
Audi A4 2.0 TDI 3er BMW 316d Citroën C5 HDi 110 Seat Exeo 2.0 TDI
Vier Autos, vier Charaktere: Welcher Wagen hat am Ende die Nase vorn?
Bild: Uli Sonntag
Ganz klar also, Spatzendurst heißt hier keineswegs Spatzenhirn. Im Gegenteil. Selbst beim Thema Leistung (109 PS bis 120 PS) fällt hier keiner durch. Allerdings unterscheiden sich die Charaktere der vier Basis-Diesel stark. Von fein (Audi) über sportlich (BMW) bis günstig (Seat) und extravagant (Citroën) reicht die Spanne. Darüber hinaus betreiben die Marken jeweils eine ganz eigene Preispolitik. Seat wärmt beim Exeo Audi-Technik auf, verwendet den Vorgänger-A4 als Basis und kann deshalb knapp kalkulieren. Den Spanier gibt es schon ab 24.790 Euro. Mit 26.950 Euro Grundpreis ist der Citroën zwar teurer als der Seat – dafür aber üppiger mit Extras bestückt. BMW und Audi kratzen ungeniert an der 30.000-Euro-Grenze – bieten nach Papierform aber keinesfalls mehr. Zusätzlicher Luxus kostet hier zusätzliches Geld. Können die Premium-Typen trotzdem punkten?
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Fazit

Ein sparsames Auto muss kein schwacher Wagen mit Verzichts-Beigeschmack sein. Das beweisen die vier Kandidaten eindrucksvoll. Am besten trifft der Audi die Mischung aus vernünftiger Mobilität und Spaß am Autofahren. Der teure BMW folgt dicht dahinter. Bei Citroën und Seat führen jeweils punktuelle Schwächen zu Punktabzügen. Schade, dass Seat den deutlichen Preisvorteil nicht halten kann. Höhere Folgekosten werfen ihn hier hinter den BMW.