Belgische Ford-Werker demonstrieren
Randale bei Ford

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Belgische Ford-Mitarbeiter randalierten vor der Europazentrale in Köln. Sie machten ihrem Ärger über die drohende Schließung des Standorts Genk Luft.
(dpa) Arbeiter aus einem von der Schließung bedrohten Ford-Werk Genk (Belgien) haben am 7. November 2012 vor der Ford-Europazentrale in Köln randaliert. Nach Polizei-Angaben zündeten sie mehrere Autoreifen an, stürmten auf das Firmengelände und warfen Fensterscheiben ein. Außerdem blockierten sie vorübergehend die Einfahrt und warfen Silvesterböller. In Berlin versicherte Firmenchef Alan Mulally währenddessen, es seien derzeit keine weiteren Streichungen geplant. Gegen 8:30 Uhr hätten ungefähr 200 Arbeiter aus Belgien in Reisebussen das Kölner Werk erreicht, sagte ein Polizeisprecher.
Hintergrund: Belgisches Ford-Werk vor dem Aus

Mehrere Beschäftigte des Kölner Ford-Werks solidarisierten sich mit ihren belgischen Kollegen.
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Ford hatte im vergangenen Monat angekündigt, seine Produktion am belgischen Standort Genk bis Ende 2014 schließen zu wollen. Davon sind rund 4300 Beschäftigte betroffen. Hinzu kommen rund 5000 Arbeitsplätze, die von dem Ford-Werk abhängen. Der belgische Ministerpräsident Elio Di Rupo hatte von einem "Drama" gesprochen. Über die für Belgien und Großbritannien angekündigten Sparpläne hinaus plane Ford derzeit keine weiteren Streichungen, sagte der Vorstandsvorsitzende Mulally bei einem Kongress in Berlin. "Alles was wir derzeit wissen, haben wir mitgeteilt." Der Konzern werde aber den Markt genau beobachten. "Wir werden uns entschlossen an die tatsächliche Nachfrage anpassen", fügte Mulally hinzu. Wegen sinkender Verkaufszahlen erwartet Ford in diesem Geschäftsjahr in Europa ein Defizit von 1,5 Milliarden Dollar (1,2 Mrd. Euro).
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