Fahrbericht Bentley Flying Spur

Bentley Flying Spur (2019): Test, Motor, Preis

Bentley fahren: Das ist wie Schweben!

Der Bentley Flying Spur hat von allem reichlich: Luxus, Leistung und Dynamik zeichnen den 635 PS starken Edel-Engländer aus. AUTO BILD ist ihn gefahren.
Auch wenn man es angesichts der Opulenz seines Innenraums oder wegen seiner abgehobenen Fahrleistungen glauben könnte, eine himmlische Erscheinung ist der nagelneue Bentley Flying Spur jetzt nicht wirklich, eher sehr irdisch. Dafür sorgen allein schon seine schieren Dimensionen – 5,32 Meter Länge, 1,98 Meter Breite und ein Leergewicht von 2,5 Tonnen. Spektakulär auch das Design. Der Flying Spur wirkt wuchtig und stimmig, lang und gestreckt, mit vollendeten Proportionen, eleganter Flanke und eingezogenem, leicht abfallendem Heck.

Mit dem Fyling Spur sind Höchstleistungen Programm

Den ersten Flying Spur gab es bereits 1957, Nummer zwei und jetzt drei entstanden unter VW-Regie.

Dazu kommen feine Details wie die LED-Matrix-Scheinwerfer mit Kristallglaseffekt oder die beleuchtete und versenkbare Flying-B-Kühlerfigur – natürlich keineswegs zu verwechseln mit der Emily von Rolls-Royce. Dieses Flying B ist übrigens nur echt mit einer unterschiedlichen Anzahl der Federn: Links müssen es elf sein, rechts nur zehn. Befindet sich also zufällig ein Bentley in Ihrem Besitz, zählen Sie doch bitte gleich mal nach! Flying Spur – englisch für "Fliegender Sporn" – stand bei Bentley stets für viertürige Hochleistungs-Limousinen. Erster war der ziemlich legendäre S1 Continental Flying Spur von 1957. Vor 14 Jahren – 1998 war Bentley bei VW gelandet – gab es die Wiederauferstehung mit der Technik des Phaeton, 2013 fiel das Continental im Namen weg. Jetzt startet also Nummer drei – mit erstens verschwenderisch Platz an Bord und zweitens klassischer englischer Innenarchitektur.

Die Fahrleistungen des Bentley sind unfassbar

Da geht die Post ab: Der Flying Spur ist in 3,8 Sekunden auf Tempo 100 und schafft 333 km/h Spitze.

Also dieser wunderbaren Kombination aus glänzendem Holz, duftendem Leder, schimmerndem Klavierlack und kühlem Alu. Nobel und stilvoll. Das Ensemble ergänzen klassische Details wie die schweren Bullaugen-Lüftungsdüsen mit den traditionellen Zugstreben. Ein absoluter Hingucker auch das dreifach rotierende Display oben. Der Fahrer hat die Wahl: schlichte Holzvertäfelung, drei analoge Rundinstrumente (Thermometer, Kompass, Stoppuhr) oder ein 12,3-Zoll-Navi-Display. Doch all das ist nur die eine Seite des Bentley. Die andere steckt unter der klassisch-stilvollen Hülle: die Technik des Porsche Panamera. Alles vom Feinsten also, elektronisch überwacht, Allradantrieb, Allradlenkung, Dreikammer-Luftfederung, Wankausgleich und so weiter. Der mächtige 6,0-Liter-W12 mit 635 PS liegt jetzt auf und hinter der Vorderachse. Fordert man ihn, summt er bedrohlich, die Wastegates zischeln gefährlich, und er schiebt gewaltig an, um nicht zu sagen brutal, beschleunigt den Bentley betont mühelos.
Dabei ungeheuerlich schnell. In sagenhaften 3,8 Sekunden springt er auf 100 Sachen und rennt 333 km/h. Wenn es sein muss. Dabei liegt der mächtige Flying Spur unglaublich stabil, wuchtig und gelassen, schwebt souverän über widrige Wegstrecken, ohne eine Sänfte zu sein. Und fährt sich dabei mit einer lässigen Mühelosigkeit und, doch, wirklich, wir reden hier von Agilität. Porsche-Gene, schon klar. Das alles lassen sich die Engländer natürlich auch gut bezahlen: Ab 214.676 Euro liefert Bentley.
Technische Daten Bentley Flying Spur • Motor: W12, Biturbo • Hubraum: 5950 cm³ • Leistung: 467 kW (635 PS) bei 6000/min • max. Drehmoment: 900 Nm bei 1350/min • Antrieb: Allradantrieb, Achtgang-Doppelkupplung • Länge/Breite/Höhe: 5316/1978-2220/1484 mm • Leergewicht: 2437 kg • Kofferraum: 420 l • 0–100 km/h: 3,8 s • Vmax: 333 km/h • Verbrauch: 14,8 l/100 km (WLTP) • Abgas CO2: 337 g/km • Preis ab 214.676 Euro.

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