Ein Bentley hat schnell, edel und exklusiv zu sein. Aber praktisch? Das gehörte bisher nicht gerade zum Repertoire der Briten. Auf dem Genfer Autosalon 2010 zeigt Bentley jetzt den Flying Star – den Shooting Break zum Continental. Der Name hat Tradition: Shooting Break hießen in den 1960ern englische Edel-Coupés, die statt des abfallenden Dachs einen Schuss zusätzlichen Nutzwert auffahren wollten. Angeblich verstaute der Sportfahrer damals in den Kombi nach der Jagd seine Flinte. Und so hat der Flying Star eine illustre Ahnenreihe: Aston Martin DB5, Volvo P 1800 ES, BMW Z3 Coupé. Der Shooting Brake ist Retro im Namen, aber modern im Stil.
Um ihn zu realisieren verlässt sich die exklusive VW-Tochter auf den italienischen Karosseriespezialisten Carrozzeria Touring Superleggera. Die haben schon so himmlisch schöne Autos wie den Bellagio Fastback Touring gebaut – einen Edel-Kombi auf Basis des Maserati Quattroporte. Und wie der Bellagio Fastback Touring soll auch der Flying Star kein Einzelstück bleiben.
20 Exemplare sollen in der Manufaktur von Carrozzeria Touring Superleggera entstehen. Die Kunden haben neben zahlreichen Farben und Ledersorten die Wahl zwischen dem 560-PS-Motor des "normalen" Bentley Continental oder der 610-PS-Variante des Speed. Mit einer Spitzengeschwindigkeit von weit über 300 km/h dürfte sich der Bentley dann wohl mit dem Titel "Schnellster Kombi der Welt" schmücken.