Besteuerung von Dienstwagen
Das Ende der Oberklasse?

Geht es nach einer Studie im Auftrag des Bundesumweltministeriums, könnten Dienstwagen künftig nach dem CO2-Ausstoß besteuert werden. Der VDA ist skeptisch, nennt das Gutachten "realitätsfremd".
Bild: Sven Krieger
- Claudius Maintz
Luftig, lückenhaft oder leer. So würden Deutschlands Dienstwagen-Garagen aussehen, wenn Firmenautos nach ihrem CO2-Ausstoß besteuert werden sollten. Genau das sieht ein Gutachten des Finanzwissenschaftlichen Forschungsinstituts (Fifo) der Universität Köln im Auftrag des Bundesumweltministeriums vor. Mögliche Folge: Statt in raumgreifenden Benz und BMW fahren Deutschlands Manager in Kleinwagen wie Fiat 500 und Polo vor. Entscheidend für die Höhe der Abschreibung gegenüber dem Finanzamt soll laut Studie nämlich nicht mehr allein der Kaufpreis, sondern auch der Kohlendioxidausstoß sein. Für Stinker sollen nur noch 50 Prozent des Listenpreises von der Steuer abgesetzt werden können, bei überdurchschnittlich niedrigen Schadstoffemissionen 150 Prozent. Auch die sogenannte Ein-Prozent-Regel hält das Fifo für "zu grob" und "sehr niedrig". Danach darf ein Arbeitnehmer seinen Dienstwagen privat nutzen, muss hierfür aber monatlich ein Prozent des Listenpreises pauschal als Einkommen versteuern.
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