5,4 Millionen Dollar weg
So wurde ein Milliardär mit dem AMG One abgezogen

Bild: Daimler AG
Er leistet 1063 PS, hat einen V6 plus vier Elektromotoren – und es gibt nur 275 Stück. Der Mercedes-AMG One ist ein fahrender Superlativ. Allerdings nicht in den USA: Weil die Baureihe nicht zugelassen werden konnte, wurde AMGs Hypercar den dortigen Kunden gar nicht angeboten.
Das wollte Michael Mente, einer der Chefs und Gründer des Online-Modehändlers "Revolve", nicht einsehen. Er ergriff laut "The Denver Post" die Chance, als ein Anwalt aus Colorado ihm 2021 einen der seltenen AMG One anbot.
Der Mann gab an, einen französischen Autohändler zu vertreten. Und der könne Mente einen Produktionsslot anbieten. Der Milliardär zahlte insgesamt 5,4 Millionen Dollar (rund fünf Millionen Euro) – das ist mehr als der übliche Kurs, denn der Listenpreis des Mercedes-AMG One lag bei 2,75 Euro plus Steuern.
Den Autohändler gab es nie
Dem Milliardär war es das offenbar wert. Doch das Hypercar hat er nie bekommen. Denn hinter dem angeblichen französischen Autohändler steckte in Wirklichkeit ein texanischer Betrüger.
Der hat offenbar nicht nur Mente den nicht-existenten AMG One verkauft. 2023 reichte bereits ein anderer Geschädigter Klage ein. Auch Michael Mente hat rechtliche Schritte eingeleitet, der Prozess läuft derzeit. Dass er sein Geld wiedersieht, gilt als unwahrscheinlich.
Service-Links
