Bimobil: Allrad-Wohnmobile, offroad, Gelände, Reisemobil, Allrad
Bimobil zeigt im Offroadpark, wo die Allradreise hingeht

Fernreisespezialist Bimobil lädt zur Testfahrt in den Offroadpark. Ein Tag in der Welt der Expeditionsmobile zeigt, wie flexibel so ein Allrad-Camper ist!
Bild: Markus Werner / AUTO BILD
"Einfach loslassen", sagt Karsten Pries mit beruhigender Stimme und lehnt sich entspannt auf dem Beifahrersitz zurück. Solche Sätze kenne ich sonst nur von meiner Yogalehrerin. Die will mich mit ihren Worten immer animieren, Verspannungen loszuwerden. Aber Karsten, Vertriebsmitarbeiter bei Bimobil und erfahrener Fernreisender, meint damit das Gaspedal. Währenddessen hängen wir mit der Vorderachse eines 18 Tonnen schweren Bimobil EX 600 auf MAN TGM 4x4 über der Kuppe einer steilen Abfahrt.
Der Offroadpark bei Biberach an der Riß ist "teilweise ganz schön knackig", wie Bimobil-Chef Stefan Christner es ausdrückt. Dass der Spezialist für Fernreise- und Expeditions-Wohnmobile uns teilweise Gelände-unerfahrene Journalisten zum ersten Vergleichsfahren seiner unterschiedlichen Fahrzeugkonzepte eingeladen hat, spricht für Vertrauen in die Technik.
Neun Allrad-Reisemobile – vom Pick-up bis zum Lkw
Neun verschiedene Allradler stehen zur Verfügung: vom kleinen Toyota Hilux mit Kabine über den nagelneuen Mercedes Sprinter 4x4 und den legendären Unimog bis hin zum Schlachtschiff Iveco Stralis X-Way.

EX 600: Der bis zu 18,5 Tonnen schwere MAN TGM 4x4 ist mit 8,54 Meter Länge das aktuell größte Bimobil.
Bild: Markus Werner / AUTO BILD
In jedem Cockpit sitzt ein Instruktor, korrigiert Fahrfehler im Parcours und erklärt, was mit dem Fahrzeug geht und was nicht. Viele sind Bimobil-Mitarbeiter, die sich auch privat gern mit ihren Fahrzeugen weltweit durch den Matsch wühlen. Ich mache also, was Karsten mir sagt – und lasse das Gaspedal los.
Ausgereifte Allradsysteme sind ein Vorteil für Einsteiger
Langsam, aber beständig rollt der MAN den Hang hinunter. Am Anfang bin ich noch skeptisch angesichts der Tonnen, die uns nach unten schieben. Doch der Bremsassistent und das Untersetzungsgetriebe zügeln die 320 Pferdchen und regeln die Abfahrt so fein, dass ich, außer das Lenkrad festzuhalten, wirklich nichts machen muss.
Die Allradsysteme in den neuen Chassis seien häufig so ausgereift, dass der Fahrer oder die Fahrerin kaum noch eingreifen müsse, erklärt Stefan Christner. Ein Vorteil vor allem für Einsteiger, die noch nicht genau einschätzen können, in welcher Situation welche Untersetzung nötig ist.

EX 368: Der Iveco Daily 4x4 hat erstaunliche Offroad-Talente.
Bild: Markus Werner / AUTO BILD
Doch nicht jedes Fernreisemobil ist so gutmütig in der Handhabung wie der MAN TGM. Der EX 368 auf Iveco Daily 4x4 braucht etwas mehr Zuwendung und Konzentration, trotz gut abgestimmter Achtgang-Wandlerautomatik. Die drei vorhandenen Achssperren zicken ein wenig rum, und auch die Untersetzung will am Anfang nicht so recht drin bleiben.
Sind die ganzen Helferlein eingestellt, schaukelt der 180 PS starke Iveco aber so mühelos durch schlammige Wasserlöcher, als wäre das hier für ihn ein Sonntagsspaziergang.
Die Bedienung des zuschaltbarem Allrads braucht etwas Übung
Wegen des fehlenden Bremsassistenten braucht man aber einen sensiblem Fuß, damit die Räder bergab nicht blockieren. Mein Herz habe ich allerdings an den Kleinsten in der Runde verloren. Zu Beginn der Vergleichsfahrten wirkt das glänzende Schneeweiß des Toyota Hilux und seiner Kabine noch wie eine leere Leinwand, die bemalt werden möchte. Am liebsten mit Brauntönen.
Bis das Gespann eingeschlammt ist, dauert es nicht lange. Die Bedienung von zuschaltbarem Allrad, Untersetzung und den Achssperren braucht etwas Übung. Doch dann kämpft sich auch der Pick-up tapfer durch den Offroadpark.

Der Toyota Hilux beweist Talent im Gelände, auch mit Kabine.
Bild: Markus Werner / AUTO BILD
Der Schwerpunkt ist durch die Kabine hoch und sorgt für ziemliches Geschaukel. Durch die kleineren Räder und die geringere Bodenfreiheit meistert er den Parcours auch nicht ganz so mühelos wie seine großen Brüder.
Dafür ist der Hilux ein echter Alleskönner. Wird die Kabine nicht gebraucht, kann man sie einfach absetzen und den Pick-up weiter als Arbeits-, Alltags- oder Transportauto nutzen. Für mich der beste Kompromiss aus Geländegängigkeit und Nutzbarkeit. Und genau darum geht es bei der Wahl des richtigen Reisemobils.
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