Zwei edle Hybride im Test

BMW 330e, Lexus ES 300h: Test, Hybrid, Motor, Preis

Zwei edle Hybride im Test

Hier kommen Hybride vom Feinsten: Der BMW 330e macht alles so anders als der Lexus ES 300h. Macht er es auch besser als sein Konkurrent?
Platz 1 mit 549 von 750 Punkten: BMW 330e. Der Drei-in-einem-Hybrid ist Sparer, Gleiter und Sportler, wenn er regelmäßig an die Ladesäule kommt. Dynamisch und hochmodern.
Platz 2 mit 498 von 750 Punkten: Lexus ES 300h. Der Mildhybrid will nur eines: gelassen verwöhnen, das macht er gut. Geräumiger, luxuriöser, aber auch langsamer und sparsamer.
Na klar macht Hybrid Spaß. Du musst kein Öko-Engel oder Technik-Nerd mehr sein, um die Lust an zwei Herzen zu genießen. Hybride sind hochwertig, sparsam und so individuell wie diese beiden: Der Plug-in-Hybrid BMW 330e lädt seine Batterien per Kabel und fährt auch rein elektrisch, der Lexus ES 300h schmeichelt sich als sanfter Mildhybrid ein. Wer macht mehr an?

Im Lexus ES ist auf der Rückbank deutlich mehr Platz

Reiselimousine: Bei knapp fünf Metern genießt man im ES auch hinten fürstliche Platzverhältnisse.

Optisch der Lexus, der mit dem imposanten Grill reichlich Überholprestige besitzt. Mit flacher Coupéform und knapp fünf Meter Länge streckt sich der ES auf das Format eines BMW 5ers. Das spürt man innen, wo der Japaner viel luftiger wirkt und man hinten die Beine ausstrecken kann wie im London-Taxi. Fürstlich. Solche Freiheiten dekoriert Lexus mit feiner Verarbeitung und tollen Sitzen. Der Lautstärkeregler dreht sich so schwer wie an teuren Audio-Anlagen, nur das Bediensystem mit dem flippernden Cursor verwirrt – darauf muss der Finger sich erst mal einschießen. Dem Mix von Brauntönen sieht man an, dass der ES auf US-Geschmack zielt. Das tut der BMW auch, aber mit bayerischer Grundnote. Aufgeräumt, ergonomisch perfekt. Der iDrive-Knubbel auf der Mittelkonsole führt klarer durch die Menüs – gut so, denn am komplexeren Hybridantrieb lässt sich viel mehr einstellen.

Der BMW kann Sparbüchse und Sportler sein

BMW 330e (2019): Neuvorstellung - Plug-in-Hybrid - Infos

Der 3er mit Stecker

Was darf's sein? Reines Stromern? Dann reicht die Batterie mit leichtem Gasfuß im Test für 55 Kilometer. In "Hybrid" legen Benziner und der 83 kW starke E-Motor einen entspannten Paarlauf hin. Testverbrauch: 7,1 Liter. In "Sport" powern beide Herzen lustvoll zusammen, schlucken aber auch zehn Liter. Dann klingt der Vierzylinder, der beim Start noch mit einem rauen Kraftschlag loslegt und bis ins Gaspedal vibriert, wie verwandelt: weich und mächtig schiebend wie früher ein Reihensechser. Sein Trick: Der Sound kommt aus den Lautsprechern. Sehr verlockend, wie aus dem Spar- ein Spaßhybrid wird. Zumal das Zusammenspiel von Benziner und E-Motor fast ganz reibungslos gelingt. Keine Rucke, keine Schaltpausen. Nur beim Abbremsen vor der Ampel klingt der 330e manchmal ein bisschen nach Straßenbahn.
Natürlich beherrscht der BMW das ganze Können eines Klassenprimus. Verstellt auf Knopfdruck die Dämpfung auf hart, schaltet in Sport zackiger und treibt der Lenkung das Leichtgängige bei City-Tempo aus. Trotzdem lassen sich 270 Kilo Mehrgewicht zum 330i nie ganz wegregeln. Dieser 3er fühlt sich an, als hockten hinten dauernd die Wildecker Herzbuben drin, selbst auf der Nordschleife.
Das Fazit von Joachim Staat: "Der 330e beeindruckt mit seiner Vielseitigkeit, aber nur wer sie konsequent nutzt, fährt sparsamer als mit Diesel. Den gibt's bei Lexus nicht, der ES überzeugt als Luxus-Paket." Weitere Details zum Hybrid-Vergleich gibt es in der Bildergalerie.

Autoren: , Dennis Heinemann

Anzeige

Automarkt

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.