BMW 735i (2004): Gebrauchtwagen
Bangle-7er mit 80.000 Euro Wertverlust kaufen

Bild: Maul-Automobile
Was war der Aufschrei im Jahr 2001 groß, als BMW den 7er der Generation E65 auf der IAA präsentierte. Die vierte Generation hatte rein gar nichts mehr mit dem eleganten Erscheinungsbild des E38 gemein. Doch allem Unmut zum Trotz wurde der E65 global gesehen ein Erfolg. Mittlerweile ist die Limousine auf dem Weg zum kommenden Klassiker!
Genau wie beim Vorgänger wird es auch beim E65 immer schwieriger gepflegte Exemplare im Originalzustand zu finden. Viele 7er wurden verbraucht oder mit fragwürdigen Felgen und Abgasanlage "verschönert". Dieser 735i vom Händler "Maul-Automobile" aus Herbolzheim hinterlässt hingegen einen guten ersten Eindruck.
Das Facelift verwässerte das Design
Bei dem schwarzen 7er handelt es sich um ein Exemplar aus dem Baujahr 2004, also der ersten Serie des E65. Die verfügt noch über das charakteristische Bangle-Design inklusive der auffälligen Tränensäcke und dem aufgesetzt wirkenden Kofferraumdeckel. Zum Modelljahr 2005 wurde der E65 mit dem Facelift deutlich entschärft, was vor allem die europäischen Kunden ansprechen sollte.

Bis heute scheiden sich die Geister am Design von Chris Bangle. Z4 E85 und 5er E60 gelten bereits als Klassiker, der 7er E65 wird ihnen folgen.
Bild: Maul-Automobile
Kurioserweise war der E65 international betrachtet von Beginn an ein Verkaufsschlager, nur in Europa und insbesondere Deutschland taten sich die Kunden mit dem Dickschiff schwer. Bis 2008 wurden insgesamt knapp 345.000 Exemplare des E65 verkauft, womit er sogar erfolgreicher war als der E38, der bei vielen Fans bis heute als der schönste 7er aller Zeiten gilt.
Günstig in der Anschaffung
Auch wenn der E65 inzwischen auf dem Weg zum Klassiker ist, gilt immer noch: Entweder man liebt das Design, oder man hasst es. Wer auf der Suche nach einem gepflegten Exemplar ist, kann unter Umständen immer noch ein Schnäppchen auf dem Gebrauchtwagenmarkt ergattern, sollte dabei aber auch immer die Folgekosten im Auge haben.

Der Innenraum macht einen gepflegten Eindruck, der E65 war das erste Auto mit dem damals neuartigen iDrive-System.
Bild: Maul-Automobile
Der hier gezeigte E65 aus dem Baujahr 2004 stammt aus dritter Hand, ist scheckheftgepflegt und hat gut 150.000 Kilometer auf dem Buckel. Unter der Haube steckt der 3,6-Liter-V8 (N62B36) mit 272 PS. Bei Marktstart war diese Leistungsstufe des neuentwickelten V8 die Basismotorisierung, später folgte noch der 730i. Aber auch schon mit 272 PS erreichte der 735i Anfang der 2000er-Jahre die für eine Limousine dieser Klasse standesgemäßen 250 km/h Topspeed.
Auf den Inseratsfotos macht die Limousine in der Außenfarbe "Black Sapphire Metallic" einen ordentlichen Eindruck. Ein paar Blessuren hier und dort (beispielsweise der Frontschürze) bleiben bei dieser Laufleistung nicht aus. Weniger schön sind die nachgerüsteten Tagfahr-LEDs in der Front, die hoffentlich schnell und einfach zu demontieren sind.

Ein Autotelefon ist heute antiquarisch, sieht aber immer noch cool aus. Die Ausstattung dieses 7er ist umfangreich.
Bild: Maul-Automobile
Auch der Innenraum in Leder Nasca schwarz wirkt nicht verwohnt und bietet zudem allerlei Extras, die einst teuer waren. So sind beispielsweise das Navi Professional, ein Autotelefon, das Logic-7-Soundsystem, ein CD-Wechsler, Komfortsitze, Sonnenschutzrollos und mehr an Bord. Das Cockpit des E65 war im Jahr 2001 zudem eine echte Revolution, denn mit der großen Limousine wurde das innovative iDrive-System eingeführt.
8990 Euro soll der 735i kosten
Zusätzlich zum Basispreis des 735i in Höhe von 66.700 Euro kamen bei diesem Exemplar noch mal knapp 20.000 Euro an Extras, sodass der einstige Neupreis bei rund 87.000 Euro lag. 20 Jahre und 150.000 Kilometer später soll der 7er noch 8990 Euro kosten, was einem Wertverlust von knapp 80.000 Euro entspricht. Natürlich gibt es gebrauchte E65 auch noch günstiger, doch hier gilt: Achtung! Viele Exemplare sind verbraucht.
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