Der Name klingt deutsch, doch kaufen dürfen ihn nur Nordamerikaner! BMW bringt den M3 CS "Handschalter" – und damit einen M3, wie ihn sich viele europäische Fans wünschen würden.
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Der BMW M3 CS Handschalter wird exklusiv für Nordamerika gebaut. Die Produktion soll im Juli 2026 starten, die ersten Autos sollen im Herbst 2026 ausgeliefert werden. Eine genaue Stückzahl nennt BMW nicht, spricht aber von einer sehr limitierten Serie. Der US-Grundpreis liegt bei 107.100 Dollar, dazu kommen 1350 Dollar Überführungskosten. Macht zusammen 108.450 Dollar.

Weniger Leistung, mehr Emotion?

Technisch ist der Sonder-M3 nicht einfach ein bekannter M3 CS mit Schaltgetriebe. Denn genau das hätte offenbar nicht funktioniert. Der bisherige M3 CS kam mit Automatik, Allrad und deutlich mehr Leistung. Beim neuen Handschalter bleibt es dagegen beim 3,0-Liter-Reihensechszylinder mit 473 hp, also rund 480 PS. Das maximale Drehmoment liegt bei 550 Nm.
Der Grund dürfte vor allem im Getriebe liegen. Die manuelle Sechsgangbox ist für die ganz großen Drehmomentwerte der stärkeren M3-Versionen nicht ausgelegt. Deshalb bekommt der Handschalter nicht die volle CS-Power. Gegenüber dem bisherigen M3 CS muss er also Leistung abgeben. Dafür bekommt er etwas zurück, das in modernen Sportlimousinen inzwischen selten geworden ist: direkte Arbeit am Schalthebel.
BMW M3 CS als Handschalter
Weniger Leistung, aber dafür Oldschool-Arbeit am Schalthebel!
Bild: BMW
Auch die Fahrleistungen zeigen: Hier geht es nicht um den letzten Zehntelwert. Von 0 auf 60 mph, also knapp 97 km/h, braucht der M3 CS Handschalter 4,1 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt mit serienmäßigem M Driver's Package bei rund 290 km/h. Damit ist der BMW zwar schnell, aber nicht schneller als alles andere aus der M-Garage. Sein Reiz liegt woanders!

So spart der "Handschalter" bis zu 34 Kilo Gewicht ein

BMW hat dem Sondermodell eine deutliche Diät verpasst: Dach, Motorhaube, Frontsplitter, Lufteinlässe, Außenspiegelkappen, Heckdiffusor und Heckspoiler bestehen aus Carbon. Auch im Innenraum kommt CFK zum Einsatz. Dazu gibt es Carbon-Schalensitze, geschmiedete Räder und einen Titan-Endschalldämpfer. Je nach Bremsanlage spart der M3 CS Handschalter fast 34 Kilogramm gegenüber einem normalen M3.
Beim Fahrwerk legt BMW ebenfalls nach. Der Wagen steht sechs Millimeter tiefer, bekommt eine eigene Abstimmung für Lenkung, Dämpfer, Motor und Getriebe. Dazu kommen neue Federn, ein neuer Hinterachslenker und Stoßdämpfer, die bereits im M4 CSL eingesetzt wurden. Wer noch mehr Steifigkeit an der Vorderachse will, kann zusätzlich eine Domstrebe bestellen.
BMW M3 CS als Handschalter
Wer will, kann den M3 CS als einen Hybriden zwischen Tracktool und Alltagsauto ausstatten.
Bild: BMW
Auch im Innenraum wird es ernst: Die M Carbon-Schalensitze sind Serie, dazu kommen M Drive Professional, M Laptimer, Drift Analyzer und eine zehnstufige Traktionskontrolle. Trotzdem bleibt der M3 CS Handschalter kein radikales Tracktool ohne Alltagstauglichkeit. Klimaautomatik, Harman-Kardon-Soundsystem, Park Distance Control und wichtige Assistenzsysteme sind an Bord. Optional gibt es sogar ein Daily-Driver-Paket mit Head-up-Display und elektrischer Heckklappe.
Alles in allem könnte dieser M3 der Emotionalste seiner Art werden! Denn der Zeitpunkt ist entscheidend: Die aktuelle M3-Generation läuft bald aus, die nächste Ära steht bereits vor der Tür. Elektro-M3, neue Plattformen, mehr Elektronik, vermutlich noch weniger Handschaltung. Vor diesem Hintergrund wirkt der M3 CS Handschalter fast wie ein spätes Geschenk an die Puristen. Nur eben nicht an die europäischen.