(dpa/AUTO BILD) BMW verzeichnete im vergangenen Jahr einen Anstieg der weltweiten Fahrzeugverkäufe um 6,5 Prozent auf etwa 2,55 Millionen Einheiten, wie der Münchner Automobilhersteller kürzlich bekannt gab. Dieser Zuwachs wurde besonders im letzten Quartal erzielt, was zu einem Absatzplus führte.
Ein signifikantes Wachstum wurde im Bereich der Elektrofahrzeuge und Luxusautos verzeichnet. Die Verkäufe von vollelektrischen Autos (BEVs) stiegen um 74 Prozent auf 376.000 Einheiten. Der neue Vertriebsvorstand Jochen Goller erklärte, dass BMW im Segment der Elektrofahrzeuge schneller gewachsen ist als der Gesamtmarkt und nun einen Anteil von 15 Prozent am Konzerngesamtabsatz ausmacht.
Für das laufende Jahr ist das Ziel, mehr als eine halbe Million BEVs zu verkaufen und deren Anteil am Gesamtabsatz auf etwa 20 Prozent zu erhöhen. Goller betonte die anhaltend hohe Nachfrage und verwies auf das Angebot von 18 BEV-Modellen im BMW-Sortiment.
Regional betrachtet trugen alle Märkte zum Rekordabsatz bei. Insbesondere die Vielfalt der Antriebsarten wurde von den Kunden geschätzt. In China stieg der Absatz um 4,2 Prozent auf 825.000 Autos, in Europa um 7,5 Prozent auf 943.000 Fahrzeuge und in den USA um 9,4 Prozent auf 396.000 Einheiten.

Große Nachfrage nach handgefertigten Luxusmodellen

Nach Herausforderungen durch Halbleitermangel, Lieferengpässe und Corona-Lockdowns in China, die die Verkaufszahlen zunächst schrumpfen ließen, verbesserte sich die Situation im Schlussquartal deutlich mit einem Anstieg von 10 Prozent auf 719.000 Fahrzeuge.
Die Nachfrage nach handgefertigten Luxusmodellen und insbesondere nach den leistungsstarken BMW M-Modellen erreichte Spitzenwerte. Bei Rolls-Royce, bekannt für seine maßgeschneiderten Fahrzeuge, wurden im vergangenen Jahr 6.032 Automobile ausgeliefert, ein Rekord. Zur Bedienung der global steigenden Nachfrage nach solchen individuellen Anfertigungen hat Rolls-Royce 2023 ein "Private Office" in Shanghai eröffnet und plant weitere Einrichtungen in Südkorea und Nordamerika.
Die Kernmarke BMW erreichte mit einem Anstieg von 7,3 Prozent auf 2,25 Millionen Fahrzeuge einen neuen Rekordwert und behauptete somit auch 2023 ihre Spitzenposition im weltweiten Premiumsegment. Die Marke MINI verzeichnete ein Wachstum von knapp 1 Prozent mit 295.000 verkauften Autos. BMW Motorrad konnte im 100. Jahr seines Bestehens mit einem Plus von über 3 Prozent auf 209.000 Motorräder und Scooter einen Bestwert erreichen.
Die BMW-Aktie verzeichnete am Dienstag einen leichten Anstieg entgegen dem allgemein schwächeren DAX-Trend. Der Konzern plant, seine Jahresbilanz am 21. März zu präsentieren.