Feuergefahr: BMW startet Mega-Rückruf
Defekter Starter kann Brand auslösen

Defekter Starter kann Autos der Marke BMW in Brand setzen. Über 136.000 Fahrzeuge allein in Deutschland betroffen.
Bild: Christoph Boerries / AUTO BILD
Alarm bei BMW: Wegen möglicher Brandgefahr im Motorraum ruft der Münchner Autobauer Hunderttausende Fahrzeuge weltweit zurück. Grund ist ein defekter Starter, in den Wasser eindringen kann. Die Folge: Korrosion, Startprobleme – oder im schlimmsten Fall ein Kurzschluss mit Fahrzeugbrand.
Allein in Deutschland betrifft der Rückruf rund 136.500 Fahrzeuge, in den USA sogar knapp 195.000 Autos. Weltweit liegt die Zahl noch deutlich höher, konkrete Angaben macht BMW aber nicht. Betroffen sind Modelle, die zwischen September 2015 und September 2021 gebaut wurden – quer durch alle Baureihen in Europa und Asien.
Klare Ansage von BMW: Autos draußen parken
Der Hersteller warnt seine Kunden ausdrücklich: Bis zur Reparatur sollten betroffene Fahrzeuge nur im Freien abgestellt werden – und nicht in Garagen oder in der Nähe von Gebäuden. BMW tauscht den fehlerhaften Starter aus, teilweise wird zusätzlich eine stärkere Batterie verbaut.
Über die Gesamtkosten der Aktion schweigt der Konzern noch – Branchenkenner rechnen aber mit einem zweistelligen Millionenbetrag.
So läuft ein Rückruf ab
Kommt ein sicherheitsrelevanter Mangel ans Licht, muss BMW das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) informieren. Nach Prüfung ordnet die Behörde einen verpflichtenden Rückruf an. Besitzer erhalten Post vom Hersteller und müssen einen Werkstatttermin vereinbaren.
Wichtig: Die Reparatur ist kostenlos. BMW meldet die erledigten Arbeiten anschließend zurück an das KBA. Wer den Rückruf ignoriert, riskiert Ärger: Erst folgen Mahnungen aus Flensburg, dann droht sogar die Stilllegung durch die Zulassungsstelle.
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