BMW streicht diese Modelle aus dem Programm
Überraschend: BMW M stellt Modellstrategie um

Ausgerechnet der meistverkaufte M-Zusatz verschwindet: BMW schafft die Competition-Modelle ab.
Bild: BMW
BMW strukturiert seine M-Baureihen neu und verabschiedet sich schrittweise von den bekannten Competition-Modellen. Künftig starten neue M-Modelle direkt mit der Leistungs- und Ausstattungsspezifikation, die bislang den Competition-Versionen vorbehalten war. Das hat BMW gegenüber AUTO BILD bestätigt.
Der Grund ist pragmatisch: Die Nachfrage nach Competition-Modellen lag zuletzt deutlich über der nach den Basis-M-Varianten. Intern war von mehr als 80 Prozent die Rede. Damit verliert die zweistufige Systematik ihren Sinn – und BMW zieht einen Schlussstrich.
Konkret bedeutet das: Jeder neue M kommt künftig serienmäßig auf dem bisherigen Competition-Niveau – also mit mehr Leistung, einem schärferen Set-up und umfangreicherer Ausstattung, aber ohne zusätzlichen Modellschriftzug.
BMW M: CS und CSL rücken nach oben
Über dem neuen Standard-M rangiert weiterhin die CS-Stufe. CS-Modelle bleiben also im Programm und positionieren sich künftig klar als sportlichere, straffere und exklusivere Weiterentwicklung des jeweiligen Serien-M.

Der BMW M4 Coupé Competition im Drift.
Bild: Ronald Sassen / AUTO BILD
Darüber hinaus plant BMW, die besonders puristischen und limitierten CSL-Varianten stärker auszubauen. Sie sollen, ähnlich wie zuletzt beim M4 CSL oder dem streng limitierten 3.0 CSL, die Spitze der jeweiligen Baureihe darstellen – mit weniger Gewicht, mehr Performance, höherem Preis und stärkerem Sammlerfokus.
Beispiel M2: neue Logik bereits sichtbar
Beim aktuellen M2 lässt sich die neue Struktur bereits beobachten. Das Serienmodell kommt mit 480 PS – früher Competition-Niveau. Darüber rangiert der M2 CS mit rund 530 PS und deutlichem Rennstrecken-Fokus. Eine darunterliegende M-Basis ohne Competition-Leistung gibt es nicht mehr – der M2 startet gleich auf dem stärkeren Leistungsstand.
Mit dem Schritt will BMW die Modellhierarchie vereinfachen und die sportliche Positionierung schärfen. Für Kunden bedeutet das ein klareres Portfolio und gleichzeitig ein höheres Einstiegsniveau. Der Name "Competition" verschwindet damit aus dem Programm, die Philosophie dahinter jedoch nicht. Sie wird zur Basis. Darüber bilden künftig CS und CSL eine klar definierte Spitze.
Fazit
Die Entscheidung folgt der Marktrealität. Wer zuletzt einen M bestellt hat, wählte fast immer die Competition-Variante. BMW zieht daraus nun die Konsequenz und rückt die M-Baureihen insgesamt eine Stufe nach oben. Für Käufer bedeutet das: weniger Auswahlstufen, aber höherwertige Einstiegsmodelle. Wer maximale Exklusivität sucht, findet sie künftig verstärkt im CS- und CSL-Bereich.
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