Der BMW X5 xDrive 30d und der Range Rover Sport D350 AWD Autobiography gehen mit der Kraft und dem Gewicht eines Sumoringers in den Wettstreit. Knapp 2,4 Tonnen sind es beim Range, 2,3 Tonnen bringt der BMW auf die Waage.

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Unter der Haube beider Probanden steckt ein Reihensechszylinder mit 48-Volt-Mild-Hybrid-Technologie. Und so steht der BMW X5 30d mit einer Systemleistung von 298 PS gut im Saft, der Range Rover Sport D350 bringt es gar auf 350 PS. Nun fragt sich der Kenner, warum wir nicht den kleineren D300 gegen den 30d antreten lassen? Ganz einfach: Den konnten uns die Briten nicht zur Verfügung stellen.
BMW X5 30d xDrive Range Rover Sport D350 AWD
Während der Range Rover Sport auf glatte Flächen setzt um Größe zu zeigen, trumpft der BMW mit einem wuchtigen Kühlergrill und mächtigen Lufteinlässen in der Front auf.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD

Spielt der Range Rover seinen Leistungsvorteil aus?

Jetzt könnte man meinen, der Range könne gerade beim Standardsprint seinen Leistungsvorteil ausspielen. Weit gefehlt. Trotz seiner 700 Newtonmeter, die wie beim BMW an alle vier Räder gehen, verliert er den Standardsprint nach unseren Messungen mit 6,5 zu 5,9 Sekunden. Und das, obgleich beim Bayern nur 670 Newtonmeter anliegen.

Fahrzeugdaten

Fahrzeugdaten
Motor Bauart/Zylinder
Reihensechszylinder, Biturbo, MHEV
Reihensechszylinder, Biturbo, MHEV
Einbaulage
vorn längs
vorn längs
Ventile/Nockenwellen
4 pro Zylinder/2
4 pro Zylinder/2
Nockenwellenantrieb
Kette
Kette
Hubraum
2993 cm³
2998 cm³
kW (PS) bei 1/min
210 + 9 (286 + 12)/4000
258 (351)/4000
Nm bei 1/min
650/1500; 670 (System)
700/1500
Vmax
233 km/h
234 km/h
Getriebe
Achtstufenautomatik
Achtstufenautomatik
Antrieb
Allrad
Allrad
Bremsen vorn/hinten
Scheiben/Scheiben
Scheiben/Scheiben
Testwagenbereifung
275/40–315/35 R 21 Y
285/45 R 22 Y
Reifentyp
Pirelli P Zero
Pirelli Scorpion Zero All Season
Radgröße
9,5-10,5 x 21"
9 x 22"
Abgas CO2*
195 g/km
201 g/km
Verbrauch*
7,4 l/100 km
7,7 l/100 km
Tankinhalt
80 l
80 l
Kraftstoffsorte
Diesel
Diesel
SCR-Kat/AdBlue-Tankinhalt
S/22 l
S/20 l
Vorbeifahrgeräusch
68 dB(A)
66 dB(A)
Anhängelast gebr./ungebr.
3500/750 kg
3500/750 kg
Stützlast
140 kg
150 kg
Kofferraumvolumen
650–1870 l
647–1491 l
Länge/Breite/Höhe
4935/2004–2218**/1765 mm
4946/2003–2209**/1820 mm
Radstand/Bodenfreiheit/Wattiefe
2975 mm/ab 214 mm/500 mm
2997 mm/216-280 mm/900 mm
Grundpreis
87.300 Euro
126.100 Euro
Testwagenpreis (wird gewertet)
102.560 Euro
126.945 Euro

Ist der Brite aber erst mal in Schwung gekommen, nimmt er dem X5 tatsächlich eine Sekunde ab. Misst man nämlich die schweren Brocken bis Tempo 200, dann braucht der Range 28,2 Sekunden, der BMW 29,7 Sekunden. Innerhalb dieser Zeit sorgt eine überarbeitete 8-Gang-Automatik beim BMW in kurzen Schaltzeiten für die Kraftverteilung. Beim Range Rover Sport sind es ebenfalls acht Schaltstufen.

Sport und Luxus sind Programm bei beiden SUV

Während man dem D350 Sport ganz klar ihn den Namen geschrieben hat, setzt man beim X5 30d das Wissen um die Sportlichkeit voraus. Und tatsächlich kann man den beiden dicken Dingern ohne Weiteres das Sportabzeichen verleihen. Auch abseits der Disziplin Beschleunigung lassen die beiden nichts anbrennen. Wobei der X5, was das Fahrwerk betrifft, sich etwas straffer und damit für die schnelle Kurve tauglicher gibt.
BMW X5 30d xDrive Range Rover Sport D350 AWD
Am Heck zeigt sich der Range Rover Sport betont elegant, der BMW mit einem wuchtigen X in der Lichtgrafik betont robust.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Die Ganzjahresreifen des Range auf 21-Zoll-Felgen sind nicht so eng mit dem Asphalt verbunden wie die Sommerschluffen in Mischbereifung auf den 20-Zoll-Felgen des X5. Und der Brite leidet unter etwas schwachen Bremsen. Nach unseren Ergebnissen braucht der D350 mit warmen Bremsen knapp 40 Meter, um aus 100 km/h zum Stillstand zu kommen, der BMW steht nach anständigen 33,8 Metern still.
BMW X5 30d xDrive
Bequem und sportlich zugleich die Sitze im BMW X5. In der zweiten Reihe hängt der Platz von der Größe des Vordermanns ab.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Zugegeben, wer zu schnell ums Eck will, der wird in beiden Fällen merken, wie das Gewicht die dicken Dinger zum Kurvenrand schiebt. Wobei der BMW den Lenkbefehlen des Piloten deutlich präziser folgt als der Range. Der strafft sich im Sport auch nicht ganz so sehr wie der X5, obgleich er eine breite und spürbare Spreizung zwischen den Fahrprogrammen Comfort und Sport bietet.
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Prinzipiell handelt es sich hier bei beiden Fahrzeuge um luxuriöse Gleiter, deren Reihensechszylinder-Diesel sie befähigen sollen, sparsam über die Langstrecke zu gehen. Und das können beide. Der X5 30d erfreut im AUTO-BILD-Testlauf mit schmalen 7,5 Litern im Drittelmix, der Range Rover Sport D350 genehmigt sich mit 7,9 Litern nur unwesentlich mehr.

Auch was fürs Grobe?

Natürlich können die beiden Dickschiffe auch mal durchs Grobe tanzen. Die entsprechenden Fahrprogramme sind ihnen ab Werk an die Räder gegeben. Wobei bei Preisen ab 87.300 Euro für den X5 und 126.100 Euro für den Range Rover Sport kaum anzunehmen ist, dass sich jemand mit diesen Fahrzeugen in ganz schweres Gelände wagen wird. Hier ist wohl eher wichtig zu wissen, dass auch dort ein fortkommen möglich wäre. Wer es am Ende drauf ankommen lässt, der wird bei Watttiefe, Bodenfreiheit und Böschungswinkel mit dem Range Rover Sport deutlich weiter kommen als mit dem BMW X5.
Range Rover Sport D350 AWD
Sesselkomfort auf den Sitzen des Range Rover Sport. Auch in der zweiten Reihe geht es sehr luxuriös zu.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
In der Ausstattungslinie Autobiography wird beim Range einmal mehr auf Luxus Wert gelegt. Die Idee ist, das 4,95 Meter lange SUV zu einer fahrenden Lounge zu machen. Und so haben die Briten hier auch nur allerfeinste Materialien verarbeitet. 
Die Seitenfächer in den Türen sind zum Beispiel mit schwarzem Chrome gerahmt und mit einem samtigen Filz gepolstert. Die Sitze gleichen vorn und hinten mehr bequemen Ledersesseln als Autositzen. Wo man auch hingreift, es herrscht ein haptisches Vergnügen. Tasten, Schalter, Drehregler rasten fein, haben ebensolche Druckpunkte und lassen die Bedienung zum Erlebnis werden.

Mächtiges Klappern in den Türen des Range 

Erstaunlich, dass man es bei aller Fürsorge mit Blick auf die Materialien im Range nicht fertig gebracht hat, ein mächtiges Klappern in den Türen zu verhindern, wenn es über Kopfsteinpflaster geht. Das ist schade, weil es nicht nur der Anmutung des Wagens widerspricht, sondern auch dem üppigen Preis. 
BMW X5 30d xDrive Range Rover Sport D350 AWD
Sportlich das Cockpit des BMW X5, elegant und edel das des Range Rover Sport. Beim Kofferraum gewinnt der X5 ganz knapp.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD

Im BMW klappert nichts. Die Materialien sind auch hier hochwertig, aber bei allem Luxus versuchen die Bayern die sportliche Fahrmaschine zu betonen. Die Sitze sind straff mit gutem Seitenhalt und binden den Fahrer in das Fahrzeug ein, ohne ihn einzuschnüren wie in einem Sportwagen.
Grafik und Animationen der Multimediaeinheit sind brillant, eine Vielzahl von Apps verspricht Unterhaltung und Service gleichermaßen. Der Range Rover Sport steht dem in nichts nach, verfügt aber über weniger Apps.
Auch bei den Assistenzsystemen ist eigentlich alles möglich. Allerdings gibt es beim Range die feinen Details wie Fahrwegaufzeichnung oder Tempolimitwarner nicht. Beim BMW überrascht, dass im Preis von über 102.000 Euro das Driving-Assistant-Professional-Paket mit Abstandstempomat nicht enthalten ist und für 1670 Euro ein Kreuz in der Optionsliste verlangt.

Messwerte

Messwerte
Beschleunigung
0–50 km/h
1,9 s
2,3 s
0–100 km/h
5,9 s
6,5 s
0–130 km/h
9,9 s
10,5 s
0–160 km/h
15,9 s
16,2 s
0–200 km/h
29,7 s
28,2 s
Zwischenspurt
60–100 km/h
3,4 s
3,5 s
80–120 km/h
4,3 s
4,7 s
Leergewicht/Zuladung
2335/615 kg
2595/625 kg
Gewichtsverteilung v./h.
49/51 %
51/49 %
Wendekreis links/rechts
12,3/12,5 m
12,9/12,8 m
Sitzhöhe
755 mm
840 mm
Bremsweg
aus 100 km/h kalt
36,9 m
39,3 m
aus 100 km/h warm
33,8 m
39,9 m
Innengeräusch
bei 50 km/h
53 dB(A)
52 dB(A)
bei 100 km/h
58 dB(A)
58 dB(A)
bei 130 km/h
63 dB(A)
65 dB(A)
bei 160 km/h
67 dB(A)
68 dB(A)
Verbrauch
Sparverbrauch
6,4 l D/100 km
6,9 l D/100 km
Testverbrauch Durchschnitt der 155-km-Testrunde
(Abweichung zur WLTP-Angabe)
7,5 l D/100 km
(+1,4 %)
7,9 l D/100 km
(+2,6 %)
Sportverbrauch
9,4 l D/100 km
9,7 l D/100 km
CO2 (Testverbrauch)
195 g/km
209 g/km
Reichweite (Testverbrauch)
1060 km
1010 km
Am Ende gewinnt der BMW X5 30d xDrive das Rennen gegen den Range Rover Sport D350 dann aber doch wegen des enormen Preisunterschieds und der Fahrdynamik. In allen anderen relevanten Punkten fahren die beiden Luxus-SUV dann aber nahezu auf Augenhöhe.
Sport ist nicht gleich Sport, Luxus nicht gleich Luxus. Das beweisen der BMW X5 30d und der Range Rover Sport D350 eindrücklich. Am Ende liegt BMW in der Eigenschaftswertung und erst recht im Gesamtergebnis mit Kostenkapitel vorn. Der Bayer bietet ein stimmiges Paket, der Range wird seinem hohen Preis nicht ganz gerecht.