Fahrbericht BMW X5 M 50d

BMW X5 M50d: SUV, Diesel, Test

X5 M50d holt den Diesel-Hammer raus

BMW lässt beim X5 M50d mächtig die Muskeln spielen. Mit dem Sechszylinder-Turbodiesel aus dem 750d wird das SUV zum Sportler.
BMW bezeichnet ihn vollmundig als "Prestige SAV" (Sports Activity Vehicle). Aber worin da genau der Unterschied zum früheren SUV bestehen soll, bleibt uns irgendwie verborgen. Klar ist hingegen: Mit dem Sechszylinder-Turbodiesel aus dem 750d wird der neue X5 M50d zur mächtigen Fahrmaschine, die den Druck auf Konkurrenten wie den Audi SQ7 mächtig erhöht.

Der X5 M50d hat Kraft in allen Lebenslagen

Video: BMW X5 (2018)

So fährt der neue X5

Vier Turbolader
pressen jetzt die Luft in die Brennräume, jeweils zwei kleine und zwei große Schaufeln sind für eine Zylinderbank zuständig. Das Ergebnis: ein maximales Drehmoment von 760 Newtonmetern, das bereits ab 2000/min zur Verfügung steht. So hat der Dreiliter-Diesel mit dem 2275 Kilogramm schweren X5 nur wenig Probleme und schiebt aus dem Drehzahlkeller bereits mächtig an. Wenn man die Potenz des 400-PS-Aggregats voll ausreizt, erreicht man in 5,2 Sekunden Tempo 100, erst bei 250 km/h gebietet die Elektronik dem Vortrieb sanft Einhalt. Beim BMW X5 M50d gefällt uns die gleichmäßige Kraftentfaltung über ein breites Drehzahlband. Der Norm-Verbrauch von 7,2 l/100 km geht angesichts der Leistung in Ordnung.

Im Sport-Modus ist das Fahrwerk etwas unwirsch

Kurvenkünstler: Dank adaptivem Fahrwerk kann es das BMW-SUV auch querdynamisch ganz gut.

Doch geradeaus können es auch andere Kraftmeier gut. Querdynamisch trennt sich die Spreu vom Weizen – und hier hilft dem BMW seine Hinterachslenkung. Das fast fünf Meter lange BMW-SUV nimmt Kurven verschiedener Radien auch dank des Allradantriebs mit einer unerwarteten Leichtigkeit. Die direkt ausgelegte Lenkung setzt Steuerbefehle spontan um, könnte aber auskunftsfreudiger sein. Alles in allem ist der BMW sehr agil unterwegs, doch die Physik lässt sich nicht überlisten. Vor allem bei hohen Kurven-Geschwindigkeiten kann das Fahrwerk das hohe Fahrzeuggewicht nicht mehr kaschieren. Statt der üblichen Luftfederung kommen beim M50d adaptive Dämpfer und Stahlfedern zum Einsatz. Das ist schon per se straffer, was sich beim "Sport Plus"-Fahrmodus besonders deutlich auswirkt. Dann verhärtet sich das ganze Fahrzeug und reagiert auf schlechte Straßen etwas unwirsch. Zum Cruisen ist der Komfort-Modus die bessere Wahl.
Zumal es sich im Top-X5 gut aushalten lässt: Die Sportsitze sind bequem, der weißwurstdicke Lenkradkranz liegt gut in der Hand. Die Wohnlandschaft ist im Gegensatz zu früherem BMW-Plastik-Schick durchaus ansehnlich. Klavierlack und galvanisierte Drehknöpfe sowie kleine LED-Bildschirme werten den Innenraum auf. Automatikhebel und Dreh-Drücksteller sind mit Glasapplikationen verfeinert. "Crafted Clarity" nennt BMW die Komposition und verlangt 750 Euro extra. Man kann darauf verzichten; der X5 M50d ist mit einem Grundpreis von 92.900 Euro auch so schon teuer genug.

Fahrbericht BMW X5 M 50d

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Autor: Wolfgang Gomoll

Stichworte:

SUV

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