Euro NCAP Crashtest BMW Z4
Die Tester vermissten elektronische Helfer wie den Notbremsassistent.

Bild: Werk
Ganze drei Sterne schaffte der BMW Z4 beim Euro-NCAP-Crashtest im Dezember 2015. Gerade beim wichtigsten Test, dem Insassenschutz, schnitt der Bayern-Roadster nur mit mittelmäßigen drei Sternen ab. Grund für das schlechte Ergebnis sind fehlende Punkte vom seitlichen Pfahltest. "Seit vielen Jahren ergänzt Euro NCAP die eigenen Testergebnisse mit Daten der Hersteller. In diesem Jahr haben wir zusätzlich den Frontalcrash auf kompletter Breite hinzugenommen und den Autoherstellern erlaubt, selbst die Effektivität ihrer Seitenairbags zu demonstrieren", sagt Euro-NCAP-Sprecherin Marie Brasseur auf Anfrage von AUTO BILD. "BMW hat darauf verzichtet, da dies das Gesamtergebnis des Z4 nicht verändert hätte." Dies bestätigt ein BMW-Sprecher. "Seit der Z4 2009 auf den Markt kam, wurden die Testkriterien von Euro NCAP vier Mal geändert. Wäre der heute getestete Z4 damals gecrasht worden, hätte er nach den damals gültigen Euro-NCAP-Kriterien fünf Sterne geholt. Das haben unsere internen Tests gezeigt", so der Sprecher gegenüber AUTO BILD.

Guter Insassenschutz

In den anderen Tests dieser Kategorie hat der Roadster gut abgeschnitten. Erwachsene jeder Größe sind in der stabilen Fahrgastzelle gut aufgehoben. Beim Seitencrash erreichte der Z4 die Höchstpunktzahl, beim Frontalaufprall zeigte der drin sitzende Dummy nur geringe Abweichungen in Bezug auf den Schutz der Unterschenkel. Bei einem Auffahrunfall verhindert die Form von Sitzen und Kopfstützen ein Schleudertrauma.
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Fehlende Assistenten

In der Kategorie Sicherheits-Assistenten schaffte der BMW Z4 ebenfalls nur drei Sterne. Nur ESP und Gurtwarner sind serienmäßig. Brillieren konnte der flotte BMW beim Fußgängerschutz: Wenn Fußgänger aufprallt, hebt sich die aktive Motorhaube, um den Aufprall weniger hart ausfallen zu lassen. Zwar lässt sich ein Kindersitz mit Isofix einbauen, nur neue Sitze nach der EU-Norm "i-Size" können nicht verbaut werden. Die Tester bemängelten außerdem, dass das Warnsymbol beim ausgeschalteten Beifahrer-Airbag nicht auffällig genug ausfällt.

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